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    Linke nennt Bund-Länder-Treffen "Gipfel der Enttäuschung" » Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion27.05.21↻ 15.11.21
    Impfzentrum, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Impfzentrum, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Linkspartei hat den Impfgipfel als "Gipfel der Enttäuschung - insbesondere für Familien" kritisiert. "Statt neuer Versprechen braucht es Akkord-Arbeit bei den Erstimpfungen, statt übermäßiger Lagerhaltung für Zweitimpfungen", sagte Linksfraktionschef Dietmar Bartsch den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). "Dass bis heute nicht alle Risikopersonen geimpft sind und ein Angebot an die mittelalte Generation fehlt, ist eine bittere Nachwirkung des Beschaffungsdebakels."

    Außerdem sei man in eine "gefährliche Abhängigkeit von einem Hersteller" geraten. Auch beim Thema Impfnachweis sei die Bundesregierung spät dran: "Warum wurde dieses Thema nicht mit Beginn der Impfkampagne angepackt? Dann hätte es bereits abgeschlossen sein können." Eine Bundessprecherin der Linksjugend zeigte sich nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern auch kritisch. "Wir begrüßen den Vorstoß der Bundesregierung, den Impfstoff auch Jugendlichen zugänglich machen zu wollen", sagte Selin Gören dem Nachrichtenportal Watson. "Allerdings ist eine flächendeckende Versorgung mit zuverlässigen Impfstoffen nur möglich, wenn das Patentrecht endlich zugunsten des Allgemeinwohls ausgesetzt wird." Gerade als junge Mutter und Schülerin sei sie sich sehr bewusst, welche Einschränkungen das Coronavirus auf das Leben von Familien, Kindern und Schülern haben könne, und sei erleichtert, dass eine baldige Normalität in greifbare Nähe rückt. "Schulen und Kindergärten haben sich im Verlauf der Pandemie oft als risikoreiche Infektionsstätten erwiesen - je höher die Impfrate auch in dieser Gruppe ist, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit für ähnlich starke Einschränkungen im nächsten Schuljahr." Das sei insbesondere für Kinder aus Nicht-Akademikerfamilien wichtig, um die Bildungsungleichheit nicht weiter zu verstärken.

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