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    Home»Nachrichten»Neuköllner Bezirksbürgermeister beklagt "erschreckende Gewaltserie"

    Neuköllner Bezirksbürgermeister beklagt "erschreckende Gewaltserie" - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion26.09.23
    Polizeieinsatz im Görlitzer Park (Archiv), über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Polizeieinsatz im Görlitzer Park (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Berlin-Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) zeigt sich alarmiert über Gewalt in der Bundeshauptstadt. Laut Berliner Polizei wurde zuletzt am Sonntagabend in Berlin-Neukölln ein nichtmuslimischer Deutscher krankenhausreif geschlagen, weil er eine islamische Gebetsmütze trug. "Allein in den vergangenen Wochen wurden in Berlin ein Hebräisch sprechender Tourist, ein lesbisches Paar, ein schwuler Mann und nun ein offenbar ein Mann, der eine islamische Gebetsmütze als modisches Accessoire trug, brutal zusammengeschlagen. Das ist eine erschreckende Gewaltserie, die zeigt, dass freiheitliche Werte im Alltag regelmäßig angegriffen werden", sagte Hikel der "Welt" (Mittwochausgabe).

    "Jedem Neuköllner muss klar sein, dass in einem freiheitlichen Land die individuelle Freiheit und Lebensführung der Einzelnen nicht angegriffen werden dürfen." Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, hatte nach Bekanntwerden des aktuellen Vorfalls am Montag auf Twitter einen "klassisch islamfeindlichen Akt" behauptet, da das Opfer "muslimisch gelesen" worden sei. "Wer das nicht versteht; erst nachdenken, dann schreiben", schrieb Mazyek weiter - und setze den Hashtag #AntimuslimischerRassismus. Bezirksbürgermeister Hikel übte deswegen deutliche Kritik an einer Instrumentalisierung der Gewalttat: "Sollte die Darstellung der Polizei zutreffen, und die Täter waren tatsächlich muslimische Fundamentalisten, hat Aiman Mazyek mit seiner voreiligen Stellungnahme Täter und Opfer umgekehrt. Ich plädiere nach solchen Vorfällen für Besonnenheit, wenn man sich verantwortungsvoll äußern will."

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