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    Home»Nachrichten»Tiergarten-Mord: Generalbundesanwalt hat neue Indizien

    Tiergarten-Mord: Generalbundesanwalt hat neue Indizien - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion20.12.19↻ 21.12.22

    Tatort im Kleinen Tiergarten, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Tatort im Kleinen Tiergarten, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Nach dem Mord im Kleinen Tiergarten in Berlin glauben die Ermittler, dass der Verdächtige nur mit staatlicher Unterstützung in der Lage war, sich falsche Papiere zu verschaffen und "unbehelligt die Sicherheitskontrolle beim Abflug in Moskau zu passieren". Das berichtet der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe unter Berufung auf einen Vermerk des Generalbundesanwalts. Mehrere Details der Legende des Russen wiesen "auf einen nachrichtendienstlichen Hintergrund hin".

    Eines von mehreren Indizien sind laut "Spiegel"-Bericht die Tätowierungen des Mannes. Experten des Berliner Landeskriminalamts gingen zunächst der Frage nach, ob diese charakteristisch für kriminelle russische Banden seien, verneinten dies aber. Vielmehr ähnelten die Tattoos jenen, die Kämpfer russischer Spezialeinheiten trugen. Das lege den Verdacht nahe, der mutmaßliche Mörder habe mal zu einer "Speznaz"-Einheit der Geheimdienste gehört, heißt es in dem Vermerk.

    Der Generalbundesanwalt geht zudem davon aus, dass der Mord kaum ohne Helfer vor Ort verübt werden konnte. Der mutmaßliche Todesschütze reiste erst einen Tag vor der Tat von Warschau in die Hauptstadt und konnte deshalb nach Einschätzung der Ermittler das Opfer nicht selbst ausspähen. "Bereits in Berlin befindliche Personen" müssten ihm Informationen über den Mann geliefert haben, heißt es in dem Vermerk. Einen auffälligen E-Roller, mit dem der mutmaßliche Mörder nach dem Attentat fliehen wollte, sah ein Zeuge ebenfalls schon einen Tag vor der Tat am Spreeufer bereitstehen.

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