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Nachrichten

Lehrerpräsident kritisiert ausbleibende schärfere Regeln an Schulen

Schule mit Corona-Hinweis, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Schule mit Corona-Hinweis, über dts Nachrichtenagentur

Nachdem bei der Bund-Länder-Konferenz am Montag keine weiteren Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus an Schulen beschlossen worden sind, kritisiert der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (DL) den Beschluss scharf.

Lesezeit: 2 Minuten

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – „Das könnte sich noch bitter rächen“, sagte Heinz-Peter Meidinger dem Nachrichtenportal Watson. Vor allem die Tatsache, dass keine allgemeine Maskenpflicht im Schulunterricht eingeführt worden ist, prangert Meidinger an: „Warum es nicht einmal gelungen ist, eine bundesweit geltende Maskenpflicht zumindest für Schüler an weiterführenden Schulen, unserer Ansicht nach auch für Grundschüler in den Maßnahmenkatalog von Bund und Ländern aufzunehmen, ist völlig unerklärlich und geradezu verantwortungslos.“ Momentan befinden sich bundesweit etwa 200.000 Schüler und 3.000 Lehrer in Quarantäne.

Schulschließungen als Notbremse?

Angesichts des Infektionsgeschehens warnt Meidinger: „Wer heute nicht den Mut hat zu präventivem Handeln auch an Schulen, wird sich morgen vielleicht in einer Situation sehen, wie wir sie in Österreich haben, das zur Notbremse der kompletten wochenlangen Schulschließungen gezwungen ist.“ In Meidingers Augen müsste ein solch drastischer Schritt wie in Österreich hierzulande durch rechtzeitiges Handeln verhindert werden: „Es könnte sein, dass gerade die Länderchefs, die gestern so vehement den Vorrang des Bildungsauftrags betont haben, genau diesen durch ihr Nichthandeln im Schulbereich am meisten gefährden.“

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