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Ökonom rechnet mit 15.000 Toten wegen Impfstoff-Verzögerung

Fahrgäste mit Mund-Nasen-Schutz, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Fahrgäste mit Mund-Nasen-Schutz, über dts Nachrichtenagentur

Der Wuppertaler Ökonom Paul Welfens kritisiert den Zulassungsprozess des Biontech-Impfstoffs in Europa und den bisherigen Impfplan der Bundesregierung als viel zu langsam und rechnet deshalb mit Tausenden zusätzlichen Toten.

Lesezeit: 1 Minuten

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – „Insgesamt wird die deutsche Impf-Trödelei rund 15.000 Menschenleben kosten“, sagte Welfens der „Bild“ (Dienstagausgabe). Welfens sprach von einer „sonderbar arroganten“ nationalen und europäischen Politik, wonach der Impfstoff von der zuständigen Aufsichtsbehörde EMA erst Ende Dezember zugelassen werden kann.

Impfpflan zu langsam und unsinnig

Das sei vier Wochen später als in Großbritannien und drei Wochen später als in den USA, sagte Welfens zu „Bild“. Diese Verzögerungen kosteten Menschenleben. Außerdem sei der Impfplan der Bundesregierung „zu langsam und unsinnig“, so Welfens. Statt Impfungen bis ins Jahr 2022 zu planen, brauche Deutschland eine Impfung innerhalb von 90 Tagen, verlangte Welfens. Dafür sollten Bund und Länder rasch die nötigen Kapazitäten schaffen und die Arzthonorare deutlich erhöhen. „Denn je schneller wir impfen, umso gerechter ist es“, sagte der Wirtschaftsprofessor.

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