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Warum Putin jetzt doch wieder über Syrien reden will ▷ Russland lenkt ein

US-Luftangriff auf Kobane

US-Luftangriff auf Kobane (Archivbild: Orlok / Shutterstock)

Russland will sich mit den USA wieder an den Verhandlungstisch setzen, um eine Übereinkunft betreffend der Lage in Syrien zu erzielen.

Lesezeit: 1 Minuten

Moskau (dts Nachrichtenagentur) – Das teilte der Kreml am Mittwoch mit. Demnach sollten die Gespräche bereits am Samstag wieder aufgenommen werden.

Darum wurden die Verhaltung abgebrochen

Die USA hatten die Verhandlungen mit Russland über einen Waffenstillstand in Syrien Anfang Oktober gestoppt, weil Moskau und die mit Russland verbündete syrische Regierung die Angriffe auf zivile Ziele in dem Bürgerkriegsland wieder verstärkt hätten. Nachdem die USA und Russland ursprünglich eine Waffenruhe ausgehandelt hatten, war diese von der syrischen Armee aufgekündigt und eine Offensive zur Rückeroberung der umkämpften Stadt Aleppo gestartet worden. Die Russische Luftwaffe hatte dies aktiv unterstützt.

Kommentar

Schön, dass Putin offenbar einlenken will. Die jüngsten Erfolge der westlich geführten Allianz in Nordsyrien dürfte auch in Moskau nicht unbeachtet geblieben sein. Gemeinsam mit US-Luftstreitkräften und türkischer Armee hatten gemäßigte Rebellen in den vergangenen Tagen mehrere Orte in Nordsyrien erobern können.

Die Uneinigkeit der Anti-ISIS-Anti-Assad-Kräfte haben den Russen bislang den Spielraum gelassen, den Putin konsequent genutzt hat. Das könnte sich nun ändern. Am Verhandlungstisch muss man Russland jetzt in die Pflicht nehmen. Es kann nicht sein, dass Moskau die Verhandlungen immer dann zum Scheitern bringt, wenn die Regierungstruppen Gebietsgewinne machen.

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