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    Home»Nachrichten»Jugendforscher: Junge Leute setzen große Hoffnung in neue Regierung

    Jugendforscher: Junge Leute setzen große Hoffnung in neue Regierung » Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion09.12.21↻ 09.04.22
    Teile des Bundeskabinetts, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Teile des Bundeskabinetts, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Aus Sicht von Jugendforscher Klaus Hurrelmann hat die neue Regierung das Potenzial die Themen anzugehen, die junge Menschen besonders interessieren. "Die drei Parteien der Regierung sind zurzeit die absoluten Favoriten der jungen Generation. Ihr Start war gut", sagte er dem Nachrichtenportal Watson.

    "Es besteht aber die große Gefahr - weil junge Menschen naturgegeben nun einmal sehr ungeduldig sind - dass sie sofort Ergebnisse sehen wollen." Um die jungen Menschen nicht zu enttäuschen, müsse es die neue Regierung fertigbringen, transparent zu kommunizieren. "Wichtig ist, dass sie drei Parteien offen kommunizieren und transparent erklären, wie Politik in einer Demokratie funktioniert. Warum manche Vorhaben eben sehr viel Zeit brauchen", so Hurrelmann. Da gerade Schüler und Studierende unter der Corona-Pandemie gelitten hätten, müsse die Ampel nun beweisen, dass sie die Interessen und Sorgen junger Menschen ernst nehmen. "Das ist etwas, das wir aus allen Studien ablesen können: Die jungen Leute haben eine große Skepsis, dass sie der Politik wirklich am Herzen liegen. Sie beklagen, ihre Bedürfnisse und Interessen würden nicht beachtet", sagte der Jugendforscher. So könne sich sehr schnell Misstrauen gegenüber Regierungen aufbauen. "Die Corona-Pandemie war in den vergangenen Monaten ein Nährboden dafür." Junge Menschen hätten "ganz klar den Eindruck gewonnen", dass sie an letzter Stelle der Beachtung stünden, zum Beispiel beim Impfen. "Sie haben gesehen: Erst kommen die älteren Menschen, die Senioren in den Heimen, dann kommen die Berufstätigen, um die Wirtschaft am Laufen zu halten. Weil aber bis zum Beginn des Jahres 2021 keine Pläne gemacht wurden, die Schulen und Hochschulen offenzuhalten, das hat den Eindruck der jungen Generation verstärkt, dass sie für die Politik nicht wichtig sind."

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