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    Home»Nachrichten»Kritische Stimmen zu Laschet-Wahl

    Kritische Stimmen zu Laschet-Wahl » Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion16.01.21↻ 15.11.21
    Armin Laschet, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Armin Laschet, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesvorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation Jusos, Jessica Rosenthal, hat der CDU wegen der Wahl von Armin Laschet zum Parteivorsitzenden eine Führungsschwäche attestiert. "Mit der Wahl von Laschet zum CDU-Vorsitzenden im zweiten Wahlgang hat die Führungskrise der CDU ein Gesicht bekommen", sagte sie der "Rheinischen Post". Und weiter: "Im ersten Wahlgang schaffte es Laschet nur auf Platz zwei, die Uneinigkeit der Partei wurde dabei überdeutlich", so Rosenthal.

    In seiner Rede habe Laschet betont, dass Worte und Taten übereinstimmen müssten, um Vertrauen zu schaffen. "Seine Regierungspolitik zeigt dabei einmal mehr, wie weit seine Entscheidungen von seinen Versprechungen entfernt sind: Vom Mieterschutz, der so lange aufgeweicht wurde, dass man ihn kaum noch so nennen kann, über das krasse Missmanagement der Corona-Hotspots in Heinsberg oder bei Tönnies, bis hin zur fragwürdigen Vergabe millionenschwerer Aufträge an Bekannte seines Sohnes – Laschets schwarz-gelbe Bilanz liest sich wie ein Trauerspiel", sagte Rosenthal, die in Bonn lebt und arbeitet. Der ehemalige Grünen-Fraktionsvorsitzende Jürgen Trittin sieht die CDU nach der Laschet-Wahl vor unruhigen Zeiten. "Das ist die Wiederholung des Hamburger Parteitags", sagte Trittin der "Bild". Die CDU habe schon einmal erlebt, dass Vorsitz und Kanzlerschaft nicht in einer Hand lagen. Das habe nicht geklappt. Insofern stehe die Partei bis zur Klärung der K-Frage "vor unruhigen Zeiten". Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) rief den neuen CDU-Vorsitzenden Armin Laschet zur Sacharbeit in der Großen Koalition auf und warnte vor einem verfrühten Wahlkampf. "Ich hoffe, dass die Zusammenarbeit zwischen dem neuen Parteivorsitzenden und der Bundeskanzlerin unkompliziert verläuft und da keine Konkurrenz entsteht. Für Wahlkampf ist es zu früh", sagte Maas der "Bild am Sonntag". Man werde in der Koalition noch viele Monate verlässlich zusammenarbeiten müssen, vor allem um die Coronakrise zu bewältigen. "Das erwarten die Menschen von uns und dafür tragen wir Verantwortung."

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