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    Home»Nachrichten»Grüne werfen Laschet Defizite beim Klimaschutz vor

    Grüne werfen Laschet Defizite beim Klimaschutz vor » Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion16.01.21↻ 13.11.22
    Windräder, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Windräder, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner attestiert dem neuen CDU-Vorsitzenden Armin Laschet wenig Leidenschaft für Klimaschutz. "Die Union hat sich für einen Vorsitzenden entschieden, der mit Klimaschutz wenig anfangen kann", sagte Kellner der "taz" am Samstag. Es werde eine anspruchsvolle Aufgabe für Laschet sein, die CDU für die Zeit nach der Ära Merkel neu zu definieren, so Kellner.

    "Die Union in der Zeit nach Angela Merkel weiß nicht recht, wofür sie steht und was sie will", sagte er. "Wenn die CDU selbst ohne Orientierung ist, kann sie schlecht Orientierung in einer sich wandelnden Welt geben." Kellner sagte mit Blick auf den Bundestagswahlkampf, es werde um die Frage gehen, "welche Kraft dieses Land mutig, entschlossen und mit neuem Schwung aus der Krise in dieses entscheidende Jahrzehnt führt". Auch die Klimaaktivisten von "Fridays for Future" (FFF) sehen den neuen CDU-Vorsitzenden kritisch. "In knapp einem Jahr Wahlkampf hat Armin Laschet keinen Plan vorgelegt, die ökologischen Krisen unserer Zeit zu bekämpfen und die Pariser Klimaziele einzuhalten. Sein gemeinsamer 10-Punkte-Plan mit Jens Spahn ist im Hinblick auf den Klimaschutz nicht mehr als eine Aneinanderreihung leerer Phrasen, ohne das Wort Klima überhaupt einmal zu erwähnen", sagte FFF-Sprecher Nick Heubeck dem Nachrichtenportal Watson.

    "Fridays for Future" stellt dabei konkrete Forderungen an den neuen CDU-Chef: "Um nicht vom Kohle-Ministerpräsidenten zum Kohle-Vorsitzenden zu werden, muss Armin Laschet ab heute Schluss machen mit einer Politik, die die Interessen fossiler Konzerne vor die der Bürgerinnen stellt", so der FFF-Sprecher. Der neue CDU-Vorsitzende sei einer der Hauptarchitekten des Kohlegesetzes, das die Laufzeit der Kohlekraftwerke bis 2038 verlängert, den Betreibern 4,35 Milliarden Euro an Steuergeldern schenke und "Dörfer an den Tagebauen vernichtet", kritisieren die Klimaaktivisten. "Mit Fridays for Future werden wir ab heute Druck auf Armin Laschet machen, die notwendigen Entscheidungen zu treffen, um die Emissionen sofort zu senken", sagte Heubeck. Er verweist auf Umfragen aus den vergangenen Wochen, die gezeigt hätten, dass die Bewältigung der Klimakrise für die Wähler der CDU das mit Abstand wichtigste Thema ist. "Mit der bisherigen Bilanz von Armin Laschet im Klimaschutz wird die CDU diese Stimmen verlieren", mahnte der FFF-Aktivist.

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