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    Home»Nachrichten»Niedersachsens Ministerpräsident enttäuscht von Corona-Warn-App

    Niedersachsens Ministerpräsident enttäuscht von Corona-Warn-App » Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion06.03.21↻ 15.11.21
    Corona-Warn-App mit Risikobegegnung, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Corona-Warn-App mit Risikobegegnung, über dts Nachrichtenagentur

    Hannover (dts Nachrichtenagentur) - Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat sich enttäuscht über die Corona-Warn-App geäußert. "Die Warn-App hat längst nicht die Erwartungen erfüllt, die in sie gesetzt wurden. Das ist offenkundig", sagte er der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe).

    Er warb für die Luca-App, für die sich unter anderem der deutsche Musiker Smudo einsetzt. Auf die Frage, ob es mit der Luca-App besser laufen könne, sagte Weil: "Ja, das hoffe ich sehr. Wir müssen jetzt ein System aufbauen, in dem man sich an vielen Stellen testen lassen kann." Wenn das hoffentlich für zwölf oder vielleicht sogar für 24 Stunden gültige Testergebnis dann elektronisch gespeichert werde, könne das als Eintrittsticket für Kinos, Restaurants oder Veranstaltungen sein, sagte Weil. Ein solcher zusätzlicher Schutz könnte "enorm helfen", bis ein ausreichend großer Teil der Bürger geimpft sei, sagte der SPD-Politiker. Zugleich kritisierte er die Schnelltest-Strategie der Bundesregierung als nicht ausreichend vorbereitet. Auf die Frage, ob er sich von der Strategie mehr erhofft habe, sagte der Ministerpräsident: "Ja, da sind noch sehr viele Fragen offen." Von der Beschaffung über den Aufbau von Teststellen bis zur digitalen Bündelung sei noch eine Menge zu klären. "Es gibt zum Beispiel derzeit eine Lücke zwischen dem gesamtgesellschaftlichen Testbedarf, der sich auf etwa 200 Millionen Tests pro Monat beläuft, und den monatlich etwa 120 Millionen Tests, die konkret zur Verfügung stehen sollen", so der niedersächsische Regierungschef. "Und wir hätten besser vor der Ankündigung, dass der Bund die Kosten für die Testzentren übernimmt, darüber reden sollen, wer die Zentren vor Ort aufbaut und in welchen Zeitraum das realistisch umsetzbar ist. Das ist nicht gut gelaufen."

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