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    Home»Nachrichten»Schlecker-Mitarbeitern wird ein zweites Mal gekündigt

    Schlecker-Mitarbeitern wird ein zweites Mal gekündigt - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion28.06.12

    Schlecker-Filiale, dts Nachrichtenagentur
    Foto: Schlecker-Filiale, dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die schon im Frühjahr entlassenen Mitarbeiter von Schlecker bekommen jetzt, nach der Schließung noch einmal eine Kündigung. "Wir müssen jetzt aus formalen Gründen allen noch einmal kündigen, weil es nun definitiv keine Betriebsstätten mehr gibt", sagte Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (F.A.Z./Freitagsausgabe). Nachdem das Arbeitsgericht Heilbronn einer Mitarbeiterin von Schlecker recht gegeben und deren Kündigung für unwirksam erklärt habe, zeige sich, welche Bedenken mögliche Investoren gehabt hätten, erklärte Geiwitz: "Der Fall zeigt das Problem sehr klar: der Anspruch der Frau auf einen Arbeitsplatz geht auf einen Investor über. Aus diesem Grund sind auch alle Insellösungen gescheitert: wenn jemand zum Beispiel 50 Filialen übernähme, könnten sich die bisherigen Schlecker-Mitarbeiter in diese Betriebsstätten einklagen oder es jedenfalls versuchen."

    Für die 10.000 Mitarbeiter der Schlecker-Gesellschaften im Ausland zeigte sich Geiwitz nach wie vor optimistisch. In Österreich kämpfe man gegen die Insolvenz, aber in Spanien liefen die Geschäfte besser als die der Konkurrenz. Er sei zuversichtlich, dass dort bis Herbst ein Investor gefunden werde. Am Anfang des Verfahrens hatte Geiwitz noch ausdrücklich erklärt: "Für eine Zerschlagung bin ich nicht zu haben." Dass er sich getäuscht habe, sei "super-frustrierend", sagte Geiwitz der F.A.Z. Seine Kollegen bescheinigten ihm aber, er hätte sauber gearbeitet. Den Gläubigern macht Geiwitz wenig Hoffnung: Was an Einnahmen während der Abwicklung erlöst wird, geht zum großen Teil an Lieferanten und Versicherer, denen Warenlager und Immobilien als Sicherheit gegeben wurde: "Die Gläubiger werden bestimmt keine hohe Quote bekommen, aber ich kann noch nicht sagen, ob wir bei Null oder drei oder fünf Prozent rauskommen", sagte Geiwitz.

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