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Russland wirft Ukraine Angriff auf Krim vor

Plant Russland eine Invasion der Ukraine?

Russische Einheiten in Moskau

Russische Einheiten in Moskau (Archivbild: De Visu / Shutterstock)

Ukrainische Medien berichten über eine Konzentration von schwerem militärischem Gerät im nördlichen Teil der Krim. Die Grenzübergänge zwischen der Krim und der Ukraine wurden zeitweise geschlossen. Außerdem habe Russland – den Berichten zufolge – ein Kriegsschiff mit Marschflugkörpern auf die Krim verlegt. Es wird von Sicherheitswarnungen berichtet, die russische Bürger davon abhalten sollen, die Fähre zur Krim zu besteigen.

Sonntag, 7. August 2016:

14:15

Inzwischen hat Andriy Lysenko – Sprecher der ukrainischen ATO (Anti Terrorist Operation) – die russischen Truppenbewegungen im Norden der Ukraine bestätigt. Die ukrainischen Sicherheitskräfte beobachten die Situation. Man rechne – so Lysenko – ohnehin jederzeit mit einem russischen Angriff.

20:30

Neben der ukrainischen Nachrichtenagentur Unian hat auch die russische Nachrichtenagentur Inferfax inzwischen eine entsprechende Meldung verbreitet.

20:45

Neue Spekulationen vermuten die Desertation russischer Soldaten auf der Krim als Grund für die Abriegelung. Es gibt in Armyansk Aushänge, die nach den Deserteuren fahnden.

Montag, 8. August 2016:

20:40

Auch die Ukraine verlegt jetzt Truppen an die Krimgrenze. Aus Krasnoperekopsk wird ein erster Schußwechsel mit einem Toten und zwei Verletzen gemeldet.

Dienstag, 9. August 2016:

08:50

In ukrainischen Foren wird kolportiert, ukrainische Spezialeinheiten hätten die Krim infiltriert. Einige seien bereits verhaftet, die Suche dauere an. Unser lokaler Kontakt auf der Krim kann das nicht bestätigen.

Es ist auch wenig plausibel und daher wohl eher dem Wunschdenken nach einer Rückkehr der Krim zur Ukraine zuzuschreiben. Die Krim wurde in den letzten zwei Jahren militärisch stark aufgerüstet. Ein Angriff durch ukrainische Truppen wäre wohl wenig erfolgversprechend.

17:35

Russland bewegt noch immer viel militärisches Gerät auf der Krim. Die Ukraine reagiert mit der Anhebung der Alarmstufe. Das Video zeigt angeblich einen Konvoy von Simferopol nach Jalta.

Mittwoch, 10. August 2016:

08:45

Ukrainischen Geheimdienst-Informationen zufolge hat Russland Trägersysteme für Nuklearwaffen auf der Krim installiert. Über die Stationierung von nuklearen Sprengköpfen liegen allerdings keine Erkenntnisse vor.

21:25

Jetzt behauptet Russland, die Krim sei durch die Ukraine angegriffen worden. Angeblich hätten ukrainische Spezialeinheiten mehrere Angriffe gewagt, seien aber zurückgeschlagen worden. Dabei sei sowohl ein Agent des russischen Geheimdienstes als auch ein russischer Soldat getötet worden. Die Ukraine weist die Vorwürfe zurück.

Donnerstag, 11. August 2016:

10:09

Das russische Staatsfernsehen RT (Russia Today) zeigt einen angeblich aufgegriffenen ukrainischen Angreifer und diverse Sprengsätze:

14:31

Petro Poroschenko – der ukrainische Präsident – hat die an der Krim-Grenz stationierten ukrainischen Streitkräfte aufgrund der jüngsten Vorkommnisse in Alarmbereitschaft versetzt.

Freitag, 12. August 2016:

09:13

Geoffrey Pyatt – der amerikanische Botschafter in der Ukraine – sprach davon, dass die US-Regierung keine Anhaltspunkte dafür sehe, dass die Krim durch ukrainische Einheiten angegriffen worden sei. Er wies darauf hin, dass Russland bereits eine gewisse Historie in der falschen Beschuldigung der Ukraine hat.

Montag, 15. August 2016:

10:09

Laut OSZE verletzen sowohl die Ukraine als auch Russland die Minsker Vereinbarung. Die Truppen stünden sich – nach wie vor – viel zu dicht gegenüber. Das führt zu wiederholt schweren Gefechten. Beide Seiten führen Material nach und rotieren das Personal durch, um für eine neue Eskalation gerüstet zu sein. Den Beobachtern mache man die Arbeit schwer, in dem man sie mit Waffengewalt zurückhalte. (Details dazu gibt es hier)

Kommentar:

Eine Invasion der Ukraine von der Krim aus, ist militärisch kaum vorstellbar. Die schmale Landzunge ist nicht für eine großangelegte Invasion geeignet.

Schützt Russland die Krim vorsorglich?

Wenn Russland tatsächlich erneut militärisch aktiv werden will, dann am ehesten in der Ostukraine. Bei der Abriegelung der Krim könnte es sich um eine Vorsichtsmaßnahme handeln, um einer ukrainischen Reaktion auf ein neues russisches Engagement in der Ostukraine zuvorzukommen.

Update vom Donnerstag:

Für mich scheint ein ukrainischer Angriff auf die Krim kaum glaubhaft. Am ehesten konstruiert Russland einen Vorwand, um die Friedensverhandlungen absagen zu können und „zum Schutz der Krim“ weiter auf ukrainisches Territorium vorrücken zu können.

Kommentare:
  • Gast

    Hallo Sebastian,

    diesen TV Beitrag über dieses „Versprechen“ keine Natoosterweiterung gibt es
    sehr wohl. Geh auf you tube, und gib den entsprechenden Begriff ein, dann
    kannst du dich persönlich davon überzeugen, in Wort und Bild. Das ist es was
    ich meine, wenn man an Hintergrundinformationen gelangen will, dann muß man
    etwas graben. Noch ein kleiner Tipp von mir, wenn du an möglichst neutraler und
    fundierter Aufklärung interessiert bist. Da gibt es die Wissensmanufaktur Andreas
    Popp, Michael Vogt, W. Schachtschneider, Verfassungsrechtler, Hörstel, Willi Wimmer,
    H. Strom und etliches mehr. Ich habe mir das angesehen weil ich mich nach allen Seiten informiere um mir ein Bild machen zu können. Nach meiner Ansicht, die
    natürlich niemand teilen muß, liegen diese Personen gar nicht so daneben, aber
    wie gesagt das muß jeder für sich selbst entscheiden.

  • Sebastian (naanoo.com)

    Dann gib mir doch bitte den Youtube-Link. Ich bin mir sicher, dass es dieses Versprechen nicht gibt. Du behauptest das Gegenteil. Also bist Du die Belege schuldig.

    Ich kann ja nicht beweisen, dass es etwas nicht gibt. (jenseits der Plausibilität, die ich hier dargelegt habe)

  • Awsen

    Mann, da bin ich jetzt echt gespannt – ob bei der Recherche was dabei rauskommt.

    Man findet ja viel im Netz!

    PS: wirklich von Bedeutung ist das heute aber wohl nicht mehr – im Donbas stehen die Leute unter Waffen!


    Und die Krim-Sache ist gegessen, da wird sich nix mrh dran ändern (lassen).
    Es sei denn, sie lösen Kroatien und Slowenien auf, und erschaffen Jugoslawien auch wieder wie in den 90ern!

  • Sebastian (naanoo.com)

    Von uns gibt es was neues zum Thema – mit einer kurzen Einschätzung der Lage:

    http://news.naanoo.com/news/moskau-geht-auf-schmusekurs-zur-nato

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