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    Home»Nachrichten»Ärzteverband: Impfstatus junger Eltern "häufig eine Katastrophe"

    Ärzteverband: Impfstatus junger Eltern "häufig eine Katastrophe" - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion07.03.18↻ 05.07.23
    Schutzimpfung
    Schutzimpfung (Foto: Syda Productions | Shutterstock)

    Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hat mehr Engagement gefordert, um die Impfquote im Land zu erhöhen.

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - "Wir brauchen Ärztinnen und Ärzte in den Schulen, um die Impflücken zu schließen. Und es kann nicht sein, dass ein Kinder- und Jugendarzt keine Erwachsenen impfen darf", sagte Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwochsausgabe).

    "Es gibt kaum Eltern, bei denen ich nicht nachimpfen muss"

    Wenn ein Säugling zur Vorsorgeuntersuchung in seine Praxis komme, lasse er sich stets die Impfausweise der Eltern zeigen. "Der Impfstatus dieser jungen Menschen ist häufig eine Katastrophe. Es gibt kaum Eltern, bei denen ich nicht nachimpfen muss. Da fehlt der der Schutz gegen Keuchhusten, Masern und Röteln." Im Bezirk Nordrhein, in dem Fischbach praktiziert, darf man die Eltern mitimpfen. In anderen Bezirken - etwa in Berlin, in Bremen oder dem Saarland - sei es nicht erlaubt, beklagt Fischbach. "Das muss bundesweit geändert werden - auch über Fachgruppengrenzen hinweg. Wer den Patienten sieht, muss ihn impfen dürfen."

    "Ich habe keine Lust mehr, mich mit Verschwörungstheoretikern auseinanderzusetzen"

    Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte fordert seit Jahren eine Impfpflicht für Kinder, die eine Kita besuchen. Argumente von Impfgegnern lässt der Verbandspräsident nicht gelten. "Ich habe keine Lust mehr, mich mit Verschwörungstheoretikern auseinanderzusetzen", sagte Fischbach. "Impfungen sind gut verträglich und bieten einen hohen Schutz vor gefährlichen Erkrankungen. Lässt man sie weg, führt das zu Todesfällen, die einfach nicht sein müssten."

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