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    Home»Nachrichten»Airbus-Chef fürchtet neue Steuerbelastungen für Fluggesellschaften

    Airbus-Chef fürchtet neue Steuerbelastungen für Fluggesellschaften - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion17.04.20↻ 16.11.21

    Kerosin-Tankstelle, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Kerosin-Tankstelle, über dts Nachrichtenagentur

    Toulouse (dts Nachrichtenagentur) - Der Vorstandsvorsitzende des Flugzeugherstellers Airbus, Guillaume Faury, warnt vor neuen steuerlichen Belastungen für Fluggesellschaften wie etwa die Anhebung der Luftverkehrsabgabe, die Deutschland aus Klimaschutzgründen beschlossen hat. "Steuern hemmen die Branche eher, als dass sie den Aufbruch in die Zukunft fördern", sagte Faury dem "Spiegel". Der Chef des deutsch-französischen Luftfahrtkonzerns schlägt stattdessen wegen der Coronakrise ein Förderprogramm für Airlines vor.

    "Die Regierungen sollten die Fluglinien lieber beim klimafreundlichen Umbau ihrer Flotten unterstützen", sagte er. Man führe derzeit bereits Gespräche darüber, und die "laufen in die richtige Richtung". Für seinen Konzern erwartet der Airbus-Chef eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage nicht in Monaten, sondern erst in Jahren. "Auf jeden Fall kommt die Erholungsphase für uns später als für den Passagierverkehr", sagte er. Für seine Firma will der Manager derzeit keine Staatshilfen beantragen, schließt sie aber auch nicht aus: "Wir wollen möglichst keine zusätzliche Last für die Staaten darstellen, die haben mit der aktuellen Situation schon genug zu tun, sondern kümmern uns erst einmal selbst um uns", so Faury. Allerdings könnten die europäischen Regierungen dem Konzern mit Aufträgen im Rüstungsbereich wie etwa Bestellungen des Kampfflugzeugs "Eurofighter" helfen: Das "könnte als eine Art Schock-Absorbierer wirken", so der Airbus-Chef weiter. Man spreche auch darüber bereits mit den Regierungen. "Aufträge oder künftige Zahlungen könnten vorgezogen werden", sagte Faury dem "Spiegel" an. Gleichzeitig warb er für eine schnelle Wiederaufnahme der Produktion in der gesamten Industrie. "Wir müssen gemeinsam die gewaltigen Schäden vermeiden, die ein längerer und unnötiger Lockdown verursachen würde", so der Airbus-Chef.

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