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    Home»Nachrichten»Autor Oschmann kritisiert Ost-West-Berichterstattung

    Autor Oschmann kritisiert Ost-West-Berichterstattung - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion06.09.26
    Dirk Oschmann (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
    Foto: Dirk Oschmann (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

    Leipzig (dts Nachrichtenagentur) - In der wieder aufgeflammten Ost-West-Debatte gibt der Leipziger Bestsellerautor Dirk Oschmann den Medien eine Mitschuld an der Eskalation. Es wäre besser gewesen, sagte Oschmann dem "Spiegel", wenn jüngst erschienene Artikel in FAZ und "Spiegel" nicht erschienen wären. In den Artikeln war die Frage aufgeworfen worden, ob die finanziellen Transferleistungen von West nach Ost auch dann noch gezahlt werden sollten, wenn in Sachsen-Anhalt die AfD an die Regierung komme.

    Der ostdeutsche Germanist Oschmann diskutierte über den neuen Ost-West-Konflikt gemeinsam mit dem westdeutschen Soziologen Armin Nassehi im Rahmen einer "Mediation" des Nachrichtenmagazins. Oschmann sagte, als Ostdeutscher werde man "in dieser medialen Berichterstattung mit Diskriminierung und Ausgrenzung konfrontiert", das löse bei ihm Zorn aus.

    Nassehi räumte ein, auch er habe "einige der Texte, über die wir gesprochen haben, ästhetisch und im Ton problematisch" gefunden: "Aber die Leute sollen diesen Unsinn unbedingt schreiben dürfen. Das ist das Problem und zugleich die Gestalt einer gottlob nicht zentral gesteuerten Gesellschaft: Sie muss mit Komplexität umgehen."

    Er glaube, dass Lösungsansätze eher in politischen Projekten liegen, die die gesamte Bundesrepublik in den Blick nähmen. Künstliche Intelligenz verändere das Arbeitsleben, die Demografie stelle Versorgungssysteme infrage - die Parteien müssten den Mut haben, zu formulieren, was sie gegen die erkannten Probleme tun wollten, jenseits ihrer jeweiligen Folklore. Sie müssten ein großes bundesweites Projekt benennen. Ein zusätzlicher Rentenpunkt reiche nicht.

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