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    Home»Nachrichten»Baden-Württembergs Innenminister: Kindesmissbrauch härter bestrafen

    Baden-Württembergs Innenminister: Kindesmissbrauch härter bestrafen - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion12.08.18↻ 08.05.23
    Thomas Strobl, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Thomas Strobl, über dts Nachrichtenagentur

    Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) - Baden-Württembergs Innenminister und CDU-Bundesvize Thomas Strobl hat das Urteil beim Staufener Missbrauchsprozess als zu milde kritisiert und fordert ein höheres Strafmaß bei Kindesmissbrauch.

    Strobl sagte der "Bild am Sonntag": "Bei dem in Staufen verhängten Strafmaß schütteln viele Menschen entsetzt und fassungslos den Kopf. Ich kann das nachvollziehen, mir geht das genauso: Um die zwölf Jahre für solche bestialische, perverse, widerwärtige, abscheuliche Taten, für so unvorstellbares, lebenslanges Leid bei den Opfern - das ist nicht verständlich. In diesen Fällen müsste es wirklich ein höheres Höchststrafmaß geben."

    Eine Mutter, die gemeinsam mit ihrem Partner den eigenen Sohn jahrelang zum Missbrauch angeboten hatte, war vom Landgericht Freiburg zu zwölfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Strobl will auch, dass die Polizei mehr Befugnisse im Kampf gegen Kinderpornografie erhält: "Man muss ein so himmelschreiendes Verbrechen zum Anlass nehmen, alles zu überprüfen, was man zum Schutz von Kindern tun kann." Sein Vorschlag: "Ermittler brauchen eine rechtliche Grundlage, um computergenerierte kinderpornografische Bilder bei Ermittlungen einsetzen zu können. Damit wird sich auf meine Initiative hin die Konferenz der Unionsinnenminister Anfang September beschäftigen."

    Strobl befürwortet, dass Polizisten auf illegalen Internetseiten Fotos mit Kinderpornografie hochladen dürfen, um deren Nutzern vorzutäuschen, dass sie auch Kindern Gewalt antun wollen. Denn wer dort nichts hochlädt, wird verdächtigt, ein verdeckter Ermittler zu sein.

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