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    Home»Nachrichten»Scharfe Kritik an Corona-Test-Strategie der Bundesregierung

    Scharfe Kritik an Corona-Test-Strategie der Bundesregierung - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion19.08.20↻ 16.11.21
    Für PCR-Tests auf das Corona-Virus ist ein Abstrich notwendig
    Für PCR-Tests auf das Corona-Virus ist ein Abstrich notwendig
    Foto: astropix | Bigstock

    Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat scharfe Kritik an der Corona-Test-Strategie von Bundes- und Landesregierungen geäußert und vor schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen gewarnt, wenn die Politik nicht schnell nachsteuere.

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - "Damit in den kommenden Monaten wirtschaftliche Aktivität möglich bleibt, muss insgesamt viel großflächiger und einheitlicher getestet werden. Die Bundesregierung hinkt ihrem eigenen Anspruch, die Testkapazitäten auf 4,5 Millionen pro Woche zu steigern, momentan meilenweit hinterher", sagte Iris Plöger, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Mittwochausgaben).

    Nicht mal ein Drittel der angestrebten Testkapazität

    Zuletzt habe nicht einmal ein Drittel der angestrebten Testkapazität bestanden. "Dieser Mangel gefährdet die wirtschaftliche Gesundung", so Plöger. Auch an der aus ihrer Sicht schlechten Vorbereitung der Tests von Reiserückkehrern übte Plöger Kritik. "Die Bundesregierung muss gemeinsam mit den Ländern ihren Einsatz deutlich erhöhen, um bei den Testungen möglichst einheitlich vorzugehen. Alle müssen im Kampf gegen Corona an einem Strang ziehen - und zwar rund um die Uhr", forderte sie. Die Stabilisierung der wirtschaftlichen Aktivität sei in Gefahr.
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    "Risiken sind steigende Infektionszahlen und ein für Reiserückkehrer noch immer nicht flächendeckend vorhandenes Testangebot", warnte die Verbandsvertreterin. "Jetzt müssen Bund und Länder ihre gemeinsame Handlungsfähigkeit beweisen." Es sei zu wenig, dass einzelne Länder voran gingen. Die Vertreterin des Industrieverbandes beklagte, dass sich die Test-Praxis an den Flughäfen abhängig vom Bundesland zum Teil erheblich unterscheide. "Es kann nicht richtig sein, dass in manchen Bundesländern die Teststationen am Flughafen ihren Dienst einstellen, noch bevor der letzte Abendflug aus einem Risikogebiet gelandet ist. Testkapazitäten müssen dezentral noch effizienter genutzt werden und zum Beispiel auf Betriebsgeländen stärker zum Einsatz kommen", forderte sie. Auch fehle es nach wie vor an Koordinierung zwischen Gesundheitsämtern und Teststationen.

    "Es darf nicht sein, dass Betrieben der Produktionsstopp droht, weil sich ihre Beschäftigten in Quarantäne begeben müssen aufgrund mangelnder Testkapazitäten, langwieriger Befundübermittlung per Fax und Telefon sowie lückenhafter Absprachen mit überlasteten Hausärzten und Gesundheitsbehörden. Die Politik muss alles tun, damit Beschäftigte schnell die erforderliche Gewissheit erhalten", sagte Plöger.

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