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    Home»Nachrichten»BDI warnt Politik vor erneutem Runterfahren der Wirtschaft

    BDI warnt Politik vor erneutem Runterfahren der Wirtschaft - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion15.10.20↻ 18.11.21
    Schutzhelme, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Schutzhelme, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) warnt die Politik davor, dass öffentliche und wirtschaftliche Leben in Deutschland wegen der steigenden Corona-Fallzahlen erneut herunterzufahren. "Ein zweiter Lockdown hätte für die sich langsam wieder erholende deutsche Wirtschaft fatale Auswirkungen", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Wirtschaft müsse davon ausgehen können, dass ein flächendeckender Lockdown ausgeschlossen werden könne.

    Für das kommende Jahr fehlten schon jetzt wichtige Auftragseingänge. Darunter leide die stark exportabhängige deutsche Industrie besonders. "Planungssicherheit und Vertrauen sind unerlässlich für Unternehmen wie Beschäftigte." Nachdem der Staat mit verschiedenen Hilfsprogrammen "eindrucksvoll" seine Handlungsfähigkeit gezeigt habe, müsse es jetzt darum gehen, "die Resilienz der Wirtschaft mit gezielten Maßnahmen zu stärken und gleichzeitig den weiteren Umgang mit der Pandemie planvoll zu gestalten." Der Präsident des Münchener Ifo-Instituts, Clemens Fuest, sagte der FAZ dagegen, es müsse jetzt auch aus wirtschaftlicher Sicht die erste Priorität sein, die Infektionen einzudämmen. "Nicht die Maßnahmen der Politik sind entscheidend für die wirtschaftlichen Schäden, sondern die Infektionen", so der Ökonom. Die Vorstellung, man könne die Infektionen einfach hochlaufen lassen und die Wirtschaft laufe weiter, sei falsch. Darum sei es besser, jetzt zu bremsen, als zu spät. Welche Maßnahmen genau ergriffen werden sollten, sei eine Frage, die Mediziner am besten beantworten können. Auch Fuest sagte, dass dabei darauf geachtet werden müsse, weiter möglichst viel gesellschaftliches Leben zu ermöglichen und nicht einfach Verbote zu erlassen. Auf die Frage, ob sich der deutsche Staat ein zweites Herunterfahren finanziell überhaupt leisten könne, sagte Fuest: "Die Frage ist doch: Können wir uns eine lange Infektionswelle leisten? Ich würde sagen nein."

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