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    Home»Nachrichten»BKA warnt vor Straftaten in Schüler-Chatgruppen

    BKA warnt vor Straftaten in Schüler-Chatgruppen - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion19.02.20↻ 17.11.21

    Bundeskriminalamt, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Bundeskriminalamt, über dts Nachrichtenagentur

    Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt vor dem Verbreiten von Kinderpornografie in Schüler-Chatgruppen. "Wir haben im Rahmen unserer Arbeit eine Zunahme der Verbreitung von kinderpornografischem Material in Chatgruppen von Kindern und Jugendlichen festgestellt", sagte Markus Koths, Experte für Cybercrime beim Bundeskriminalamt, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben). Die Darstellungen seien meist mit vermeintlich lustigen Kommentaren oder Musik versehen.

    Es gehe in der Regel nicht um pädophile Motive, wenn junge Menschen in Chatgruppen Kinderpornografie teilten. Es gehe den Jugendlichen häufig darum, zu beeindrucken oder lustig zu sein. "Aber wir sagen ganz klar: Das ist kein Spaß - hinter jedem dieser Videos oder Bilder steckt ein missbrauchtes Kind", so der Cybercrime-Experte weiter. Der Ermittler forderte daher eine stärkere Aufklärung von Jugendlichen im Umgang mit Smartphones und den sozialen Netzwerken. "Hier wäre zum Beispiel die Einführung von Medienkompetenz als Schulfach ein wichtiger Schritt", sagte Koths den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Genauso seien die Eltern gefordert, das Nutzungsverhalten ihrer Kinder zu kennen und mit ihnen darüber frühzeitig zu reden, so der Cybercrime-Experte weiter. Ende Oktober hatte das Bundeskriminalamt einen größeren Fall bekannt gemacht: Polizisten durchsuchten Wohnungen von 21 Tatverdächtigen, beschlagnahmten Handys, Computer und Spielkonsolen. Nach Angaben des BKA wurden in Chatgruppen von jungen Menschen vermehrt zwei Videos geteilt. Das eine Video zeige, wie zwei Jugendliche mutmaßlich in Afghanistan ein Kind vergewaltigen. In dem anderen Video würden demnach zwei Kinder dazu gebracht, sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen. Das Material sei auch in Chatgruppen unter deutschen Schülern geteilt und weiterverbreitet worden. Die Tatverdächtigen seien fast alle zwischen 14 und 18 Jahre alt, so das BKA.

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