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    Home»Nachrichten»Chance auf Asyl an BAMF-Standorten unterschiedlich

    Chance auf Asyl an BAMF-Standorten unterschiedlich - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion19.10.19↻ 09.01.23

    Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, über dts Nachrichtenagentur

    Wer Asyl beantragt, hat an einzelnen Standorten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) offenbar schlechtere Erfolgsaussichten.

    Nürnberg (dts Nachrichtenagentur) - Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor. Das ARD-Hauptstadtstudio berichtet darüber. Demnach gibt es 22 Standorte des BAMF, an denen die Anerkennungsquote um deutlich mehr als zehn Prozent unterhalb des bundesweiten Durchschnitts liegt.

    Erhebliche Qualitätsmängel

    "Es gibt in einzelnen Standorten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge offensichtlich erhebliche Qualitätsmängel", kommentierte diesen Umstand Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Linken-Fraktion im Bundestag. Auffällig sind demnach die meisten der Außenstellen, die der "Region Berlin-Ost" zugeordnet werden: Neben Berlin etwa auch Eisenhüttenstadt, Chemnitz, Dresden, Suhl und Halberstadt. Betroffen sind insbesondere Asylbewerber aus den Herkunftsländern Irak, Afghanistan, Türkei und Iran. So lag der Anteil der positiv beschiedenen Asylanträge, die sogenannte "Schutzquote", für Antragsteller aus dem Irak im ersten Halbjahr 2019 bei 53 Prozent.

    Viel niedriger jedoch war die Quote in den Außenstellen Chemnitz (32,4 Prozent), Suhl (30,1 Prozent) und Halberstadt (28,4 Prozent). Auffällige Abweichungen gibt es jedoch auch an Standorten in Bayern und Norddeutschland. Dort gab es zum Teil signifikante Abweichungen bei anderen Herkunftsländern. Zwar hätten die betroffenen 22 BAMF-Außenstellen "nachvollziehbare" Gründe für ihre "Schutzquotenabweichung" dargelegt, heißt es in der Antwort des Bundesinnenministeriums. Zwei der 22 Standorte, die Abweichungen von mehr als zehn Prozent aufwiesen, würden derzeit allerdings durch den Bereich der Qualitätssicherung begleitet. Um welche Außenstellen es sich handelt, verriet das Bundesinnenministerium nicht.

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