Close Menu
naanoo.comnaanoo.com
    naanoo.comnaanoo.com
    • News
    • Lifestyle
    • Technik
    • Style
    • Gesundheit
    • Finanzen
    • Reise
    • Sport
    • A-Z
    naanoo.comnaanoo.com
    Home»Nachrichten»Commerzbank-Aufsichtsratschef will Überprüfung des Übernahmerechts

    Commerzbank-Aufsichtsratschef will Überprüfung des Übernahmerechts - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion23.08.26
    Commerzbank-Tower (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
    Foto: Commerzbank-Tower (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

    Frankfurt/London (dts Nachrichtenagentur) - Commerzbank-Aufsichtsratschef Jens Weidmann fordert eine Überprüfung des deutschen Übernahmerechts. Der Einstieg der italienischen Unicredit bei der Commerzbank werfe Fragen auf, weil der Großaktionär mit einem finanziell unattraktiven Angebot eine Mehrheit habe erreichen können, ohne den Commerzbank-Aktionären eine angemessene Kontrollprämie zu zahlen, sagte Weidmann der "Süddeutschen Zeitung".

    Von den rund 73 Prozent der Commerzbank-Aktien, die der Unicredit hätten angedient werden können, seien nur knapp 18 Prozent angedient worden. Institutionelle und private Investoren hätten sich daran mit weniger als drei Prozent beteiligt, der Rest entfalle auf mit Unicredit verbundene Banken, sagte Weidmann. "So konnte Unicredit mit einem finanziell unattraktiven Angebot eine Mehrheit erreichen, ohne eine angemessene Kontrollprämie zu bezahlen. Das wirft Fragen zum Übernahmerecht in Deutschland auf, das sich der Gesetzgeber vielleicht anschauen sollte", sagte der frühere Bundesbank-Präsident, der den Commerzbank-Aufsichtsrat seit gut drei Jahren anführt.

    Außerdem solle der Bund zumindest in der aktuellen Phase Aktionär der Commerzbank bleiben. "Die Beteiligung war Teil einer Rettungsmaßnahme, deshalb sollte sich der Bund perspektivisch zurückziehen", sagte Weidmann. "In der aktuellen Phase macht es aber Sinn, dass der Bund weiter Aktionär bleibt, um die Interessen des Standorts Deutschland aktiv zu vertreten", sagte Weidmann.

    Der Bund ist seit der Finanzkrise an der Commerzbank beteiligt. Als der Bund vor zwei Jahren einen Teil verkaufte, nutzte Unicredit dies zum Einstieg. Zuletzt hatte auch Unicredit-Chef Andrea Orcel gesagt, es könne hilfreich sein, wenn der Bund für einige Zeit an Bord bleibt.

    Zugleich warnte Weidmann vor möglichen Einschnitten bei der Commerzbank im Inland. Um nach dem Plan von Unicredit binnen zwölf Monaten 1,3 Milliarden Euro Kosten einzusparen, müsse auch in Deutschland massiv reduziert werden. Weidmann bot Unicredit-Chef Andrea Orcel Gespräche an. "Die Tür für strategische Gespräche ist aus unserer Sicht geöffnet", sagte er. Nach der langen und aus seiner Sicht nicht immer konstruktiven Übernahmeschlacht müsse zunächst wieder Vertrauen entstehen. "Der sprichwörtliche Blick zurück im Zorn ist sicher nicht hilfreich".

    Zuletzt gab es zwar erste Gespräche zwischen Unicredit-Chef Andrea Orcel und Bettina Orlopp, allerdings offenbar nur auf einer technischen Ebene. Orcel hatte durchblicken lassen, dass er ernsthafte Verhandlungen mit dem Management nicht mehr für nötig hält und stattdessen direkt mit der Bundesregierung sprechen möchte.

    In diesem Ringen stärkt Weidmann Vorstandschefin Orlopp den Rücken. Ihrem Vorstand verdanke die Commerzbank ihren wirtschaftlichen Erfolg, die hohe Motivation der Belegschaft und die Kundenzufriedenheit; der Aufsichtsrat unterstütze das Management uneingeschränkt. Ob er selbst über das Ende seiner jetzigen Amtszeit im Mai 2027 hinaus zur Verfügung stehe, ließ Weidmann offen. Ihn treibe die Zukunft der Commerzbank um, nicht seine persönliche Zukunft.

    Share. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn WhatsApp Reddit E-Mail
    Vorheriger ArtikelInnenpolitiker fordern Konsequenzen für Russland
    Nächster Artikel Norris gewinnt F1-Rennen in Zandvoort
    Avatar-Foto
    News Redaktion
    • Website

    Die unabhängige News-Redaktion filtert die Nachrichten des Tages, ordnet Hintergründe ein und verschafft wichtigen Themen die nötige Aufmerksamkeit. Wir arbeiten frei von Einflüssen Dritter – ohne Konzern-Beteiligung, Fördermittel und Kredite. - mehr

    MEHR ZUM THEMA
    Bundesinnenministerium plant Schutzschirm gegen Sabotage
    2 min
    Özdemir will Tempo beim Schutz von Infrastruktur
    1 min
    Roßmann fordert mehr soziales Engagement von Reichen
    2 min
    2. Bundesliga: Dresden verliert gegen Bochum
    2 min
    1. Bundesliga: Schalke und Bayern trennen sich unentschieden
    2 min
    Nach Sabotage an Umspannwerken: Polizei sucht 48-Jährigen mit Foto
    1 min

    Kommentar

    Studien: Keine Anzeichen für Deindustrialisierung in Deutschland
    Kommt die Digitalsteuer für Internetkonzerne schon 2026?
    Ex-CDU-Generalsekretär will Beschlüsse mit der AfD ermöglichen
    Spitzen-Diplomat Ischinger: "Ja, wir waren naiv"
    Rubriken
    Beauty
    Finanzen
    Gesundheit
    Job & Beruf
    Lifestyle
    Reise
    Sport
    Technik
    Unterhaltung
    Themen
    Blog
    Fotografie
    Krankenversicherung
    Personen
    Wissen
    Zitate
    • Über uns
    • Datenschutz
    • Impressum
    SOFTCLICK LABS: naanoo ⨳ Medizin+ ⨳ Localpedia ⨳ Promis+ ⨳ Gameblog ⨳ AI News Pro ⨳ Quickpedia

    Suchbegriff eingeben und ENTER drücken