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    Dauerhaftes Böllerverbot gefordert - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion31.12.21↻ 09.04.22
    Silvester-Böller am frühen Neujahrsmorgen, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Silvester-Böller am frühen Neujahrsmorgen, über dts Nachrichtenagentur

    Nachdem der Verkauf von Böllern wegen Corona nun schon zum zweiten Silvester in Folge untersagt worden ist, fordert die Deutsche Umwelthilfe ein dauerhaftes Verbot.

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - "Raketen und Böller vergiften gleich auf mehrfache Weise unsere Atemluft", sagte Matthias Walter, Sprecher der Deutschen Umwelthilfe, dem Nachrichtenportal Watson. So würden durch die Verbrennung von Feuerwerkskörpern mit Inhaltsstoffen wie Schwefeldioxid und Stickstoffdioxid für die Atemwege giftige und reizende Stoffe entstehen.

    Massiver Ausstuoß von Feinstaub

    "Noch gravierender ist aber der massive Ausstoß des Schadstoffes Feinstaub", sagte Walter. Das Böllerverbot habe sich schon im vergangenen Jahr positiv auf die Luft ausgewirkt. "Zwar haben Pyro-Fanatiker mit Böllern und Raketen aus dem Ausland und illegalen privaten Lagerungen trotzdem vereinzelt gezündet, aber insgesamt verlief der Jahreswechsel sehr viel ruhiger und damit exorbitant gesünder", erläuterte Walter. Das können auch Ärzte und Pfleger in der Notaufnahme des UKE in Hamburg bestätigen. Zum vergangenen Jahreswechsel haben sich in der Zentralen Notaufnahme so wenige Patienten wie noch nie in einer Silvesternacht vorgestellt, sagte Saskia Lemm, Sprecherin des Klinikums, dem Magazin Watson.

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    Zudem sei das Gros der Patienten mit auch unter der Woche üblichen Krankheitsbildern in die Notaufnahme gekommen. Einzelne Patienten hatten Verletzungen durch Feierlichkeiten wie Alkoholmissbrauch oder Körperverletzungen. "Böllerverletzungen traten nur sehr vereinzelt auf." Auch die Straßenreinigung wurde entlastet. "Die enormen Mengen an Müll in der Nacht zu entfernen ist natürlich eine Herausforderung", sagte ein Sprecher des Baureferats München, dem die Straßenreinigung unterstellt ist, gegenüber Watson. Das Problem: "Da die Feuerwerkskörper meist auf den Boden geworfen werden, können diese nicht gesondert entsorgt werden, sondern sie werden wie der restliche Müll mit den Kehrmaschinen."

    Aber nicht nur die Stadtreinigung erlebt durch den Ausfall der Feuerwerke eine Erleichterung. Insbesondere Tiere leiden unter der Knallerei. "Wir begrüßen das Böllerverbot an Silvester sehr, da es für die Tiere wirklich einen wahren Albtraum bedeutet", sagte Hester Pommerening, Pressereferentin vom Deutschen Tierschutzbund. Kleintiere, aber auch Haustiere wie Hunde und Katzen würden die Lautstärke der Feuerwerke sehr viel lauter wahrnehmen als Menschen. "Denn sie wissen nicht, was in dem Moment passiert. Das Feuerwerk kommt für uns Menschen vielleicht mit einem positiven Gefühl einher, da wir uns darauf freuen. Aber die Tiere erleben es plötzlich und unvorbereitet mit einer ganz anderen Intensität", so Pommerening.

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