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    Home»Nachrichten»David McAllister fordert Neuanfang der EU

    David McAllister fordert Neuanfang der EU - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion25.06.16
    EU-Fahnen, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: EU-Fahnen, über dts Nachrichtenagentur

    Brüssel (dts Nachrichtenagentur) - In der Diskussion über die Konsequenzen aus dem anstehenden EU-Austritt der Briten hat der EU-Abgeordnete David McAllister (CDU) einen Neuanfang in Europa gefordert. "Wir können nicht so weitermachen wie bisher", sagte der ehemalige Ministerpräsident Niedersachsens im Interview der "Welt" mit Blick auf den Brexit. "Die britische Entscheidung über einen Austritt aus der Europäischen Union ist eine historische Zäsur."

    Die EU brauche jetzt eine Phase der "Selbstreflexion", sagte McAllister. "Wir brauchen ein besseres und intelligenteres Europa." Nun sei eine "ergebnisoffene Überprüfung der Zuständigkeiten zwischen der Europäischen Union und den Mitgliedstaaten" geboten. "Was kann welche Ebene am besten regeln? Das sind die Fragen, denen wir uns ehrlich stellen müssen", sagte der EU-Parlamentarier mit britischen Wurzeln. McAllister sprach sich für eine weitere Vertiefung der Europäischen Union aus: "Sollte bei der Bewältigung der neuen Herausforderungen eine vertiefte zusätzliche Integration notwendig sein, wie bei der Wirtschafts- und Währungsunion oder beim Schutz der EU-Außengrenzen, dann sollten wir diesen Weg konsequent gehen". Insgesamt müsse die EU "Antworten auf die wirklich großen Fragen unserer Zeit geben, die nur gemeinsam bewältigt werden können". Als Beispiele nannte er die Steuerung der Migration, die Bekämpfung des internationalen Terrorismus, eine funktionierende Energieunion sowie eine stabile Wirtschafts- und Währungsunion. "Die EU sollte jetzt ruhig, besonnen und zugleich entschlossen reagieren und das Signal aussenden, dass die anderen 27 Mitgliedsländer voller Überzeugung zur europäischen Idee und zur europäischen Integration stehen und sich gegen den zunehmenden Nationalismus und Populismus stellen." Laut McAllister wird die Europäische Union durch den anstehenden Austritt der Briten schwächer: "Wenn die drittgrößte Nation und die zweitstärkste Volkswirtschaft unsere Europäische Union verlässt, dann wird diese natürlich geschwächt".

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