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    Home»Nachrichten»Dax legt kräftig zu - Hoffnung auf Einigung im US-Schuldenstreit

    Dax legt kräftig zu - Hoffnung auf Einigung im US-Schuldenstreit - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion26.05.23
    Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

    Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Zum Wochenausklang hat der Dax kräftig zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 15.984 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem durchwachsenen Vormittag drehte der Dax am Nachmittag ins Plus.

    Meldungen über eine Annäherung im US-Schuldenstreit haben im Tagesverlauf die Sorgen vor den Folgen eines Zahlungsausfalls deutlich gelindert. "Nachdem die Bullen die Unterstützung im Deutschen Aktienindex bei 15.700 Punkten erneut erfolgreich verteidigen konnte, folgte heute die Gegenbewegung. Aber noch ist in Washington nichts in trockenen Tüchern und ein langes Wochenende steht vor der Tür", kommentierte Konstantin Oldenburger, Marktanalyst bei CMC Markets, das Börsengeschehen. "Erst wenn tatsächlich Klarheit über einen Kompromiss besteht, wäre die Kuh vom Eis. Allerdings ist es schwer vorstellbar, dass der Markt in diesem Fall noch einen Freudensprung vollzieht, nachdem die Verunsicherung im Vorfeld nicht wirklich nachhaltige Spuren hinterließ." Im Anschluss dürfe sich die Börse nach Ansicht Oldenburgers wieder auf die zukünftige Zinsentwicklung konzentrieren. "Und da hält sich das Sorgenkind Inflation weiter auf hohem Niveau. Der PCE-Deflator, das von der Fed bevorzugte Maß für die Inflation, stieg im April gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent und lag damit über den Erwartungen." Damit bleibe Druck auf der Fed. Es drohe "sogar eine weitere Zinserhöhung im Juni", fürchtet der Marktanalyst. An der Spitze der Handelsliste standen bis kurz vor Handelsschluss die Papiere von Continental und Infineon. Letztere konnten von der Dynamik profitieren, die Nvidia am Vortag mit ihren dank des KI-Geschäfts gesteigerten Umsatzerwartungen ausgelöst hatte. Nur wenige Dax-Werte ließen nach, am deutlichsten waren die Verluste bei den Vonovia-Aktien. Unterdessen sank der Gaspreis weiter: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Juni kostete 25 Euro und damit drei Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund 6 bis 8 Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben. Der Ölpreis stieg hingegen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 76,69 US-Dollar, das waren 43 Cent oder 0,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Freitagnachmittag schwächer. Ein Euro kostete 1,0704 US-Dollar (-0,24 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9343 Euro zu haben.

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