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    Home»Nachrichten»Deutsch-koreanisches Forum kritisiert Steinmeier

    Deutsch-koreanisches Forum kritisiert Steinmeier - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion03.11.22
    Frank-Walter Steinmeier, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Frank-Walter Steinmeier, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Vorsitzende des deutsch-koreanischen Forums, der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär Hartmut Koschyk (CSU), fühlt sich von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ignoriert. Hintergrund ist die Jahrestagung des Forums, die am Donnerstag in Berlin offiziell beginnt und sich mit Steinmeiers Südkorea-Reise überschneidet. "Wir sind schon in der ersten Amtsperiode auf den Bundespräsidenten zugegangen mit der Bitte, die Teilnehmer zu empfangen", sagte Koschyk dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

    Im März sei man dann mit einer erneuten Bitte an ihn herangetreten und habe nie eine Antwort erhalten. "Ich finde es sehr betrüblich, dass Herr Steinmeier dem Forum nicht die notwendige Anerkennung zollt. Denn dort engagieren sich Menschen für die deutsch-koreanischen Beziehungen." Koschyk fügte hinzu: "Außerdem muss man fragen, warum der Bundespräsident ausgerechnet jetzt nach Südkorea reist. Denn dort herrscht wegen der zahlreichen Toten bei der zurückliegenden Massenpanik Staatstrauer. Da hätte man überlegen können, die Reise zu verschieben." Bei der Massenpanik waren in der Hauptstadt Seoul am Rande von Halloween-Partys über 150 Menschen ums Leben gekommen. Steinmeier war am Dienstag zu einem dreitägigen Besuch in der japanischen Hauptstadt Tokio eingetroffen. Anschließend will er nach Südkorea weiterreisen. Das deutsch-koreanische Forum besteht seit 2002 und fungiert als bilaterales Beratungsgremium beider Regierungen; seit zehn Jahren existiert überdies ein Junior-Forum. Tagungen finden mit 50 Erwachsenen und 50 jungen Menschen aus beiden Ländern im jährlichen Wechsel in Deutschland und Südkorea statt. Tagungsort in Berlin ist der Bundestag. Die Bundesregierung ist dabei durch den Grünen-Politiker Tobias Lindner vertreten, er ist Staatsminister im Auswärtigen Amt.

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