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    Home»Nachrichten»DGB-Chefin will Abschaffung von Minijobs und Ehegattensplitting

    DGB-Chefin will Abschaffung von Minijobs und Ehegattensplitting - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion21.05.22
    Mann und Frau sitzen am Strand, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Mann und Frau sitzen am Strand, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die neue DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi will die Löhne und Arbeitsbedingungen von Frauen zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit machen. Sie sehe sich "nicht nur als Symbol, sondern möchte die Situation der erwerbstätigen Frauen stärker in den Fokus nehmen", sagte die erste Frau an der Spitze des Deutschen Gewerkschaftsbundes den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). "Ich möchte, dass für alle Frauen ein selbstständig verdientes existenzsicherndes Einkommen möglich ist. Dazu müssen wir dringend die Steuergesetzgebung verändern und die Lohnsteuerklasse 5, also das Ehegattensplitting, abschaffen."

    Außerdem will sich Fahimi dafür einsetzen, dass es ausschließlich sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gibt. "Minijobs gehören abgeschafft - oder allenfalls für Studierende, Rentnerinnen und Rentner zugelassen." Um die Arbeitsbedingungen von Frauen zu verbessern, müsse die Personalausstattung in der Pflege, den Krankenhäusern, den Schulen und Kitas deutlich aufgestockt werden. Fahimi beurteilte die Arbeitsrealität von Frauen sehr negativ: "Frauen arbeiten überproportional in Teilzeit. Sie sind ganz überwiegend diejenigen, die mit Minijobs nur Zuverdienerinnen in der Familie sind. Sie werden steuerlich benachteiligt. Und sie sind sehr häufig in personennahen Dienstleistungen tätig - beispielsweise im Sozialwesen oder im Erziehungsbereich -, die schlechter bezahlt sind." Die Gewerkschaftsvorsitzende bekräftigte: "Es muss unser Ziel sein, bessere Arbeits- und Lohnbedingungen für alle Frauen zu schaffen."

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