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    Home»Nachrichten»DIW-Chef blickt mit zunehmender Sorge auf Coronavirus-Epidemie

    DIW-Chef blickt mit zunehmender Sorge auf Coronavirus-Epidemie - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion26.02.20↻ 17.11.21
    Foto: Marcel Fratzscher, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Marcel Fratzscher, über dts Nachrichtenagentur

    Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, blickt mit zunehmender Sorge auf die Ausbreitung des Coronavirus in Europa.

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - "Ich bin mit jedem Tag immer alarmierter, da der Virus sich nicht eingrenzen lässt, sondern eher ausweitet. Auch auf Europa und insbesondere Italien", sagte Fratzscher der RTL/n-tv-Redaktion.

    Neue Fälle in Deutschland

    Zuletzt waren zwei neue Fälle des Coronavirus in Deutschland bekannt geworden. In Italien liegt die Zahl der Infizierten bereits bei weit über 300. "Jeder Tag ist kritisch", so Fratzscher. Da die Wirtschaft ohnehin schon geschwächt ist, sei die Wahrscheinlichkeit groß, dass "ein permanenter Schaden für die deutsche Wirtschaft entsteht". Das Coronavirus "trifft die deutsche Wirtschaft zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, denn die deutsche Wirtschaft lahmt schon", sagte der DIW-Präsident.

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    "Letztes Jahr 0,5 Prozent Wachstum, das war eine der schwächsten Wachstumsphasen in ganz Europa." Der globale Handel habe bereits aufgrund von Handelskonflikten und des Brexit gelitten. "Jetzt kommt noch ein zusätzliches Risiko hinzu. Das trifft vor allem die Exporteure, die Automobilhersteller, aber auch die Fluglinien wie die Lufthansa." Also alle die, die Geschäfte in China machten oder Vorleistungen aus dem Land bräuchten. "Deswegen macht mir das schon große Sorgen", so Fratzscher.

    Der DIW-Präsident forderte in Bezug auf die schwächelnde deutsche Konjunktur mehr Mut aus der Politik. "Spätestens jetzt wäre der Zeitpunkt, um zu sagen, dass man mehr Geld ausgibt. Der Staat investiert, um zumindest teilweise das zu kompensieren, was in der Privatwirtschaft durch fehlende Exporte, durch einen Vertrauensverlust und durch höhere Unsicherheit wegfällt." Weiter sagte Fratzscher: "Die Politik soll sich bitte nicht auf die EZB verlassen." Das sei der Fehler, der in den letzten Jahren immer wieder begangen worden wäre. "Jetzt muss die Bundesregierung auch mal Verantwortung übernehmen und mutig sein."

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