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    Home»Nachrichten»Erneut mehr Anrufe beim Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

    Erneut mehr Anrufe beim Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" » Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion22.05.24
    Demonstrantin gegen Gewalt an Frauen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
    Foto: Demonstrantin gegen Gewalt an Frauen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Zahl der Beratungen durch das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" hat 2023 erneut zugenommen. Die Beratungskontakte stiegen im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent auf rund 59.000, teilte das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben am Mittwoch mit.

    Seit der Einrichtung des Hilfetelefons legte das Beratungsaufkommen von 25.346 Beratungskontakten im Jahr 2014 auf 59.048 im Jahr 2023 zu. Die steigenden Beratungszahlen in allen Themenbereichen seien auch auf die zunehmende Bekanntheit des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" zurückzuführen. "Das Thema Gewalt gegen Frauen ist in dem Jahrzehnt seit Bestehen des Hilfetelefons zunehmend in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung und der gesellschaftlichen wie politischen Diskussion gerückt und das ist außerordentlich wichtig", sagte Martina Hannak, Präsidentin des Bundesamtes.

    Aus dem Jahresbericht geht hervor, dass sich mit 74 Prozent überwiegend die Betroffenen selbst meldeten, in 20 Prozent der Fälle wurden unterstützende Personen aus dem Umfeld der Betroffenen beraten. Petra Söchting, Leiterin des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen", sagte: "Jede dritte Frau erlebt Gewalt - statistisch gesehen kennt jede und jeder Betroffene. Das Angebot des Hilfetelefons richtet sich daher explizit auch an Menschen aus dem sozialen Umfeld betroffener Frauen. Sie sind oft die ersten, die auf Gewaltvorfälle aufmerksam werden und denen sich Betroffene anvertrauen."

    Häusliche Gewalt bzw. Gewalt in (Ex-)Paarbeziehungen war auch im Jahr 2023 die häufigste Ursache für den Kontakt zum Hilfetelefon, gefolgt von sexualisierter Gewalt außerhalb von Paarbeziehungen. Rund 53 Prozent der Anfragen gingen zwischen 18 Uhr abends und 8 Uhr morgens, an Wochenenden und Feiertagen ein, wenn andere Einrichtungen in der Regel nicht zu erreichen sind.

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