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    Home»Nachrichten»Erstes Interview: Beck will stärker auf seine Gesundheit achten

    Erstes Interview: Beck will stärker auf seine Gesundheit achten - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion29.04.16

    Volker Beck, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Volker Beck, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Grünen-Politiker Volker Beck hat nach der Drogen-Affäre sein erstes Interview gegeben und angekündigt, künftig mehr auf seine Gesundheit zu achten. "Ich will versuchen, achtsamer mit mir selber umzugehen, mit meiner Gesundheit und den Menschen, die mir etwas bedeuten", sagte Beck der "Süddeutschen Zeitung". Er habe in den vergangenen Wochen "überraschend starken Zuspruch erfahren und gesehen, welche guten Freundschaften im Laufe des Lebens entstanden sind".

    Das sei "ein Schatz, den ich ins weitere Leben mitnehme". Zu den Details des Falles will Beck weiterhin "öffentlich nichts sagen". Die Sache sei rechtlich geregelt. Das Ermittlungsverfahren gegen ihn ist gegen Zahlung von 7.000 Euro eingestellt worden. Medien hatten berichtet, Beck sei von der Polizei mit der synthetischen Droge Chrystal Meth angetroffen worden. Beck hat das bisher weder bestätigt noch dementiert. Im Zuge der Affäre hat Beck seine Position als innenpolitischer Sprecher der Fraktion verloren, andere Posten aber schließlich behalten. Beck rief dazu auf, in Politikern "keinen säkularen Heiligenersatz sehen". Politiker sollten vielmehr daran gemessen werden, "ob wir uns nach Wahlen ernsthaft für das einsetzen, was wir vorher versprochen haben". Solange er niemand anderen schadet, gehe das Privatleben die Öffentlichkeit nichts an, sondern nur die Menschen, die direkt daran beteiligt sind. "Wir sind nicht besser oder schlechter als andere Menschen." Ihn habe die große Unterstützung von prominenten Juden "vor allem beschämt". Wenn er sich für jüdisches Leben einsetze, für die Entschädigung von Überlebenden oder gegen Antisemitismus, "dann sollte das in diesem Land etwas Selbstverständliches sein". Beck, der religionspolitischer Sprecher seiner Fraktion bleibt, sieht derzeit "qualitativ eine Radikalisierung und quantitativ eine Explosion des Hasses auf Muslime und den Islam". Mit Blick auf die AfD sagte er, es werde versucht, "alle Muslime in ein fundamentalistisches Islamverständnis einzusperren, wie es vom IS oder den Saudis gepredigt wird". Das sei "fatal und ein massiver Angriff auf die Religionsfreiheit". Beck plädierte dafür, den Islam in Deutschland zu stärken. Es müsse ihm der Weg offengehalten werden, "rechtlich anerkannte muslimische Religionsgemeinschaften auf Augenhöhe mit den christlichen und jüdischen Glaubensgemeinschaften zu bilden". Dafür aber müssten sich die islamischen Verbände nach dem deutschen Religionsverfassungsrecht neu organisieren. Beck: "Ich will keinen türkischen Staats-Islam, bei dem ein Ministerium aus Ankara in Deutschland indirekt öffentliches Recht ausübt."

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