Close Menu
naanoo.comnaanoo.com
    naanoo.comnaanoo.com
    • News
    • Lifestyle
    • Technik
    • Style
    • Gesundheit
    • Finanzen
    • Reise
    • Sport
    • A-Z
    naanoo.comnaanoo.com
    Home»Nachrichten»Euro-Gruppen-Chef Dijsselbloem zweifelt an Juncker

    Euro-Gruppen-Chef Dijsselbloem zweifelt an Juncker - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion03.06.16

    EU-Fahne, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: EU-Fahne, über dts Nachrichtenagentur

    Brüssel (dts Nachrichtenagentur) - Der Präsident der Euro-Gruppe, Jeroen Dijsselbloem, hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker für seine laxe Auslegung des europäischen Stabilitätspakts deutlich kritisiert. "Wenn der Kommissionspräsident sagt, die Dinge gelten für Frankreich anders, dann beschädigt das wirklich die Glaubwürdigkeit der Kommission als Hüterin des Pakts - und das ist meine Sorge", sagte Dijsselbloem in einem Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" und sechs weiteren europäischen Blättern. "Es wäre weise, wenn die Kommission ein bisschen mehr auf ihre Glaubwürdigkeit achten würde", erklärte Dijsselbloem.

    "Wir Mitgliedstaaten brauchen einen objektiven Schiedsrichter, der den Pakt wahrt." Es sei richtig, dass die Kommission politische Linien vorgebe. Allerdings dürfe das nicht zu einer Politisierung des gesamten Haushaltsverfahrens führen. Juncker hatte in dieser Woche bei einer Veranstaltung in Paris seinen Umgang mit Frankreichs Defizit auf ungewöhnliche Weise begründet. Der Kommissionspräsident erklärte, dass er seit Jahren nichts anderes tue, als der Regierung in Paris Ausnahmen von den Regeln des Paktes zu gewähren. Im Jahr 2017 müsse das Haushaltsdefizit wieder den Kriterien entsprechen und unter drei Prozent liegen. Auf die Frage, warum er überhaupt Ausnahmen gewähre, antwortete Juncker: "Weil es Frankreich ist." Er selbst kenne das Land gut, mit seiner speziellen Mentalität, seinen politischen Reflexen, darauf müsse man Rücksicht nehmen. Die jüngsten Streiks gegen die geplanten Wirtschaftsreformen seien eben auch Frankreich. Und deshalb könne man den Stabilitätspakt nicht "blind" anwenden. Dijsselbloem sieht Junckers Haltung äußerst kritisch. Man müsse, so der Euro-Gruppen-Präsident, ein bisschen vorsichtig sein, wenn die Kommission ein Auge zudrücke. "Das nächste Mal wird die Kommission auch ein Auge bei anderen zudrücken. Und am Ende drücken wir überall ein Auge zu und haben eine blinde Währungsunion." Er forderte die EU-Kommission auf, sich an die Regeln zu halten und diese zu schützen. Und zwar unabhängig von der Größe eines Mitgliedslandes oder der Tatsache, ob Wahlen stattfinden. Im Fall Spaniens hatte die Kommission zuletzt eine Entscheidung über die Verschärfung des Defizitverfahrens wegen der Ende Juni stattfindenden Parlamentswahlen verschoben. Die damalige Begründung lautete, dies sei "wirtschaftlich und politisch nicht der geeignete Augenblick", um eine Verschärfung zu beschließen. Die Brüsseler Behörde will sich mit dieser Frage abermals Anfang Juli befassen. Spanien drohen ebenso wie Portugal Bußgelder oder der Entzug von EU-Haushaltsmitteln. Nach den Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspakts wäre dieser Schritt naheliegend, weil beide Länder die Vorgaben seit Jahren deutlich verfehlen. Dijsselbloem sagte, er könne als niederländischer Finanzminister von seinem Parlament schwer verlangen, den Pakt ernst zu nehmen, wenn dies andere nicht täten. "Das ist die Gefahr, in der wir uns befinden."

    Anzeige

    Share. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn WhatsApp Reddit E-Mail
    Vorheriger ArtikelUS-Börsen legen zu - Gold wieder schwächer
    Nächster Artikel Seehofer will notfalls über Bayern-Wahl 2018 hinaus amtieren
    Avatar-Foto
    News Redaktion
    • Website

    Die unabhängige News-Redaktion filtert die Nachrichten des Tages, ordnet Hintergründe ein und verschafft wichtigen Themen die nötige Aufmerksamkeit. Wir arbeiten frei von Einflüssen Dritter – ohne Konzern-Beteiligung, Fördermittel und Kredite. - mehr

    MEHR ZUM THEMA
    Linken-Chefin fordert Stopp der Reformpläne
    2 min
    Schufa: Immer mehr Menschen mit Zahlungsschwierigkeiten
    2 min
    Zahl mautpflichtiger Lkws auf Autobahnen im September gestiegen
    1 min
    Anzahl der Fahrgäste im Nahverkehr mit Bahnen und Bussen gestiegen
    2 min
    Exporte im August gesunken
    3 min
    Koalition sieht Demokratie vor historischer Bewährungsprobe
    1 min

    Kommentar

    Studien: Keine Anzeichen für Deindustrialisierung in Deutschland
    Kommt die Digitalsteuer für Internetkonzerne schon 2026?
    Ex-CDU-Generalsekretär will Beschlüsse mit der AfD ermöglichen
    Spitzen-Diplomat Ischinger: "Ja, wir waren naiv"
    Rubriken
    Beauty
    Finanzen
    Gesundheit
    Job & Beruf
    Lifestyle
    Reise
    Sport
    Technik
    Unterhaltung
    Themen
    Blog
    Fotografie
    Krankenversicherung
    Personen
    Wissen
    Zitate
    • Über uns
    • Datenschutz
    • Impressum
    SOFTCLICK LABS: naanoo ⨳ Medizin+ ⨳ Localpedia ⨳ Promis+ ⨳ Gameblog ⨳ AI News Pro ⨳ Quickpedia

    Suchbegriff eingeben und ENTER drücken