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    Home»Nachrichten»Grüne fordern Ausweitung der Pflegeversicherung

    Grüne fordern Ausweitung der Pflegeversicherung - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion04.04.20↻ 16.11.21

    Seniorin mit Mundschutz und Einkaufstüte, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Seniorin mit Mundschutz und Einkaufstüte, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Grünen fordern angesichts der Coronakrise eine Ausweitung der Leistungen der Pflegeversicherung. In einem gemeinsamen Forderungskatalog, über den die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" in ihren Samstagausgaben berichten, verlangen die Pflege-Expertin Kordula Schulz-Asche und die Gesundheitspolitikerin Maria Klein-Schmeink unter anderem, die Pauschale für Pflegehilfsmittel, die auch für den Kauf von Schutzausrüstung verwendet werden kann, auf 80 Euro zu verdoppeln. Außerdem regen sie an, das jedem Pflegebedürftigen zustehende "Entlastungsbudget" ebenfalls zu verdoppeln, und zwar auf dann 250 Euro.

    Anders als bisher sollen die Pflegebedürftigen dieses Geld auch für Hol- und Bringdienste nutzen dürfen. Zudem soll die sogenannte "Verhinderungspflege" erweitert werden, indem nicht genutzte Leistungen der Kurzzeitpflege übertragen werden dürfen. "Mancherorts haben Tagespflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste die Versorgung zurückgefahren. Damit entfallen inmitten der Krise solche Strukturen, die pflegebedürftige Menschen oder deren Angehörige unterstützen", sagte Schulz-Asche dem RND. Durch die Erweiterung bestehe die Chance, dass man Belastungsspitzen verhindere und die Versorgung auch kurzfristig sichergestellt werden könne. Die Grünen-Politikerinnen setzen sich in ihrem Forderungskatalog auch dafür ein, dass weitere soziale Einrichtungen und Gesundheitsberufe unter den Corona-Schutzschirm gestellt werden, um wegbrechende Einnahmen zu kompensieren. Dazu zählen die Autoren zum Beispiel Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe, das Müttergenesungswerk oder auch Hebammen und Physiotherapeuten. "Der Schutzschirm weist noch immer zu große Löcher auf", so Klein-Schmeink.

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