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    Home»Nachrichten»IKRK fürchtet neue Flüchtlingswelle aus Libyen

    IKRK fürchtet neue Flüchtlingswelle aus Libyen - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion17.02.20↻ 17.11.21
    Foto: Internationales Rotes Kreuz in Genf, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Internationales Rotes Kreuz in Genf, über dts Nachrichtenagentur

    Peter Maurer, Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), warnt, dass sich viele Menschen in Libyen zur Flucht gezwungen sehen könnten, wenn es nicht schnell gelinge, einen glaubhaften politischen Prozess zu organisieren und das nordafrikanische Land zu befrieden.

    Genf (dts Nachrichtenagentur) - Libyen stehe an einer Wegscheide, sagte er der "Süddeutschen Zeitung" (Montagsausgabe). Vielen Familien, die bislang staatliche Gehälter bezogen hatten, gehe wegen der Unterbrechung der Ölproduktion durch den Konflikt das Geld aus.

    Ohne wirtschaftliche Stabilisierung, viele Flüchtlinge

    Wenn sich die wirtschaftliche Situation nicht bald normalisiere, werde das Land "in eine sehr schwierige Situation, in der viele Menschen sich gezwungen sehen werden, Libyen zu verlassen". Maurer, der kürzlich von einer Reise nach Libyen zurückgekehrt ist, sagte weiter, er habe "nicht viel Willen erkannt bei den Gesprächspartnern in Tripolis und Bengasi, zu verhandeln". Die Positionen seien nach wie vor sehr verhärtet.

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    Zudem sei er "besorgt zu sehen, wie viele fremde Akzente und Sprachen hörbar sind, dort wo wir tätig sind, die nicht in Libyen beheimatet sind". Das zeige, "dass die Realität noch weit entfernt ist von den politischen Bekundungen" der Berliner Konferenz Mitte Januar und des Folgetreffens der Außenminister am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz. In München hatten die Teilnehmer sich erneut verpflichtet, das UN-Waffenembargo zu beachten. Von einer stabilen Waffenruhe könne keine Rede sein, sagte Maurer. Es gebe zwar keine großen Verschiebungen der Frontlinien. "Aber das bedeutet nicht, dass es keine Gefechte gibt." Vielmehr habe man es zu tun mit einer "instabilen Waffenruhe entlang zahlreicher Frontlinien", auch in anderen Landesteilen etwa bei Misrata und Bengasi.

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