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    Home»Nachrichten»Immer weniger Referendare helfen bei Unterricht an NRW-Schulen

    Immer weniger Referendare helfen bei Unterricht an NRW-Schulen - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion17.10.22
    Klassenraum in einer Schule, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Klassenraum in einer Schule, über dts Nachrichtenagentur

    Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Die Zahl der Referendare in NRW, die zur Aushilfe beim Unterricht an Schulen zur Verfügung stehen, ist zuletzt gesunken. Nach Zahlen aus dem Landesbildungsministerium, über die die "Rheinische Post" berichtet, gab es im Mai 1.225 Lehramtsanwärter, die freiwillig zusätzlichen selbstständigen Unterricht erteilten. Zum 1. September waren es noch 1.019. Die Landesregierung bewertet den Ansatz aber als grundsätzlich gut.

    "Die Rückmeldungen aus den Schulen zeigen, dass das Instrument greift und der Mehrwert von den Beteiligten eher als positiv wahrgenommen wird", heißt es aus dem Schulministerium. Bei den "Jungen Philologen", bei denen sich Nachwuchs-Lehrkräfte von Gymnasien und Gesamtschulen organisieren, gibt es hingegen Bedenken. Für die angehenden Lehrer sei die unterschwellige Erwartungshaltung keine angenehme Situation. "Man ist in einem Abhängigkeitsverhältnis", sagte Georg-Christopher Hoffmann, Landes- und Bundesvorsitzender des Verbands. "Wenn man dann gefragt wird, ob man nicht Stunden übernehmen könne, sagen die meisten erstmal ja - auch wenn es die Frage ist, ob das eigentlich gerade so gut für sie ist." Es gebe viele Schulen, in denen das System eh schon auf Kante genäht sei. Und gerade da komme es vermehrt vor, dass Referendare angesprochen würden, um Bedarfe aufzufangen, so Hoffmann. Er geht davon aus, dass das jetzt nach den Herbstferien umso häufiger passieren werde, "wenn die Krankenstände in den Kollegien wegen Corona in die Höhe gehen". Die Bildungsgewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) weist unterdessen darauf hin, dass vor allem da, wo die Not am größten ist, Nachwuchskräfte am dringendsten gebraucht würden. Zugleich seien dort die Umstände für den Einsatz der Referendare am belastendsten, sagte die GEW-Landesvorsitzende Ayla Çelik. Zahlen zur Stärke der nächsten Ausbildungskohorte für den Schuldienst wird es ab November geben. Schon jetzt zeichne sich aber ab, dass im Lehramt Grundschule seit 2015 die höchste Zahl an Bewerbern vorliege, heißt es aus dem Schulministerium. In den Lehrämtern für die weiterführenden Schulen und die sonderpädagogische Förderung lägen die Zahlen im üblichen Korridor der vergangenen Jahre. "Im Lehramt für die Sekundarstufe II an Gymnasien und Gesamtschulen ist ein leichter Rückgang der Bewerberzahlen zu verzeichnen." Allerdings würden in speziell diesem Ausbildungsgang auch bislang mehr Lehrer herangebildet als perspektivisch gebraucht werden.

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