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    Home»Nachrichten»Importpreise ziehen weiter kräftig an - Tempo nimmt etwas ab

    Importpreise ziehen weiter kräftig an - Tempo nimmt etwas ab - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion02.12.22
    Container, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Container, über dts Nachrichtenagentur

    Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Die Importpreise in Deutschland ziehen weiter kräftig an. Im Oktober lagen sie um 23,5 Prozent höher als im Oktober 2021, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte. Die Veränderungsrate im September hatte gegenüber dem Vorjahr noch bei +29,8 Prozent gelegen, im August 2022 bei +32,7 Prozent.

    Gegenüber dem Vormonat September 2022 fielen die Importpreise im Oktober 2022 um 1,2 Prozent. Hauptverantwortlich für den Anstieg der Importpreise im Vorjahresvergleich seien weiterhin die hohen Preissteigerungen für den Import von Energie, so das Bundesamt. Energieeinfuhren waren im Oktober 2022 um 84,7 Prozent teurer als im Oktober 2021, verbilligten sich aber gegenüber September 2022 um 5,2 Prozent. Der hohe Anstieg im Vorjahresvergleich sei weiterhin vor allem durch die starken Preissteigerungen bei importiertem Erdgas begründet. Diese Preise lagen im Oktober 2022 um 151 Prozent über denen von Oktober 2021. Gegenüber September 2022 fielen sie um 7,4 Prozent. Mineralölerzeugnisse waren mit +56,0 Prozent ebenfalls erheblich teurer als vor einem Jahr. Während die Preise bei allen anderen Energieträgern im Vormonatsvergleich zurückgingen, stiegen sie hier gegenüber September 2022 um +7,1 Prozent. Die Preise für importierte Steinkohle lagen 55,0 Prozent über denen von Oktober 2021 (-8,2 Prozent gegenüber September 2022). Erdöl war 32,6 Prozent teurer als vor einem Jahr (-1,4 Prozent gegenüber September 2022). Elektrischer Strom kostete im Oktober 2022 an den Börsen 11,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Mit einem Rückgang von 56,2 Prozent lagen die Preise aber deutlich unter denen von September 2022. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise waren die Importpreise im Oktober 2022 um 11,6 Prozent höher als im Oktober 2021 und veränderten sich gegenüber September 2022 nicht. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex um 21,8 Prozent über dem Stand des Vorjahres (-1,6 Prozent gegenüber September 2022). Importierte Vorleistungsgüter hatten mit einem Plus von 13,0 Prozent gegenüber Oktober 2021 ebenfalls einen großen Einfluss auf die Veränderungsrate des Gesamtindex. Gegenüber dem Vormonat sanken die Preise hierfür um 0,6 Prozent. Düngemittel und Stickstoffverbindungen waren mit einem Plus von 83,2 Prozent weiterhin erheblich teurer als im Oktober 2021. Gegenüber dem Vormonat fielen diese Preise um 7,8 Prozent. Höher als im Oktober 2021 waren außerdem vor allem die Importpreise für Papier und Pappe (+41,2 Prozent), Holz- und Zellstoff (+34,0 Prozent) sowie für Aluminium und Halbzeug daraus (+23,5 Prozent). Die Preise für importierte landwirtschaftliche Güter lagen 15,5 Prozent über denen von Oktober 2021 (-0,5 Prozent gegenüber September 2022). Weiterhin teurer als im Vorjahresmonat waren insbesondere lebende Schweine (+92,0 Prozent), Eier (+53,8 Prozent), Getreide (+25,3 Prozent) und Rohkaffee (+12,3 Prozent). Gegenüber dem Vormonat verteuerten sich Eier um 14,8 Prozent, während sich insbesondere importierte Kaffeebohnen um 13,7 Prozent deutlich verbilligten. Auch die Preise für importierte Schweine sanken gegenüber September 2022 (-3,4 Prozent). Importierte Verbrauchsgüter wurden binnen Jahresfrist 14,2 Prozent teurer, vor allem bedingt durch den Preisanstieg bei Nahrungsmitteln (+25,3 Prozent gegenüber Oktober 2021). Unter anderem lagen die Preise für Milch und Milcherzeugnisse mit +34,4 Prozent, für pflanzliche und tierische Öle und Fette mit +28,6 Prozent sowie für Fleisch und Fleischerzeugnisse mit +27,2 Prozent erheblich über denen von Oktober 2021. Im Vormonatsvergleich verteuerten sich Verbrauchsgüter um 0,8 Prozent. Importierte Gebrauchsgüter kosteten im Durchschnitt 10,7 Prozent mehr als im Oktober 2021 (+0,4 Prozent gegenüber September 2022). Die Preise für importierte Investitionsgüter lagen im Oktober 2022 um 7,9 Prozent über denen von Oktober 2021 (+0,5 Prozent gegenüber September 2022). Teurer waren insbesondere Maschinen (+8,8 Prozent) sowie Kraftwagen und Kraftwagenteile (+7,8 Prozent). Der Index der Exportpreise lag im Oktober 2022 um 13,1 Prozent über dem Stand von Oktober 2021. Im September 2022 und im August 2022 hatte die Jahresveränderungsrate bei +16,8 Prozent beziehungsweise bei +18,6 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat September 2022 fielen die Exportpreise im Durchschnitt um 1,9 Prozent. Den größten Einfluss auf die Entwicklung der Ausfuhrpreise im Vorjahresvergleich hatten im Oktober 2022 die Preissteigerungen bei den Vorleistungsgütern mit einem Plus von 15,5 Prozent gegenüber Oktober 2021 (-0,1 Prozent gegenüber September 2022). Vorleistungsgüter haben einen Anteil von etwa einem Drittel an den Gesamtausfuhren. Hier waren insbesondere Düngemittel und Stickstoffverbindungen (+89,5 Prozent) sowie Papier und Pappe (+34,8 Prozent) erheblich teurer als im Vorjahresmonat. Die Preise für Energieexporte waren im Oktober 2022 um 47,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Vormonat fielen sie deutlich um 27,3 Prozent. Den größten Einfluss auf die Vorjahresrate hatten hier die Veränderungsraten von Erdgas mit +57,0 Prozent und Mineralölerzeugnissen mit +54,5 Prozent. Während sich Erdgas im Vormonatsvergleich deutlich verbilligte (-35,7 Prozent), wurden Mineralölerzeugnisse gegenüber September 2022 um 7,6 Prozent teurer. Investitionsgüter wurden zu 7,7 Prozent höheren Preisen als vor einem Jahr exportiert (+0,4 Prozent gegenüber September 2022). Den höchsten Einfluss auf die Veränderungsrate für Investitionsgüter gegenüber Oktober 2021 hatten die Preissteigerungen für Maschinen mit einem Plus von 9,1 Prozent, gefolgt von denen für Kraftwagen und Kraftwagenteile (+7,3 Prozent), so das Bundesamt.

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