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    Home»Nachrichten»Inflationssorgen drücken Dax unter 26.000-Punkte-Marke

    Inflationssorgen drücken Dax unter 26.000-Punkte-Marke - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion01.09.26
    Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur
    Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

    Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Am Dienstag hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.970 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

    "Der Dax ist heute im Sog fallender Notierungen an der Wall Street unter die Marke von 26.000 Punkten gerutscht", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Die Investoren fangen nach einer Weile der Entspanntheit jetzt an, sensibel auf die Entwicklungen im Nahen Osten und die daraus resultierenden Folgen für die Preisentwicklung zu reagieren. Die erneuten Meldungen über Angriffe auf zwei Supertanker in der Straße von Hormus haben die Ölpreise weiter nach oben getrieben."

    "Zudem bekommt das bislang optimistische Bild einer konjunkturellen Erholung in Europa Risse. Das Gespenst einer Stagflation kehrt zurück. Die Verbraucherpreise in der Eurozone lagen zwar auf dem Erwartungsniveau von 3,3 Prozent, aber derzeit erschrecken sich die Analysten vor ihren eigenen Prognosen."

    "Speziell die bisherigen Rettungsanker im Dax zogen ihn heute nach unten. Sowohl die Aktien des Schwergewichts SAP als auch die zyklischen Autowerte wurden verkauft. Auch Rheinmetall und Airbus finden sich auf der Verliererseite. Das konnten die wenigen Gewinner wie Merck, Symrise und die Versicherer nicht kompensieren."

    Die Stimmung unter den Investoren sei nicht grundsätzlich schlecht, sie würden nur vorsichtiger und schafften Liquidität. Es seien die Unwägbarkeiten im Nahen Osten, die sich über die Inflationserwartungen, die Zinsängste und die steigenden Anleiherenditen jetzt stärker ihren Weg an den Aktienmarkt bahnten. "Die vergangenen Wochen haben gut aufgezeigt, wie schnell sich Entwicklungen an der Börse umkehren und in Gegenbewegungen wandeln können. Die Trends werden immer kurzlebiger. Eigentlich ein normales Sommerlochphänomen, das in diesem Jahr zusätzliche Dynamik erfährt", so Lipkow.

    Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1592 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8627 Euro zu haben.

    Der Goldpreis ließ deutlich nach, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.366 US-Dollar gezahlt (-1,9 Prozent). Das entspricht einem Preis von 121,08 Euro pro Gramm.

    Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 92,59 US-Dollar, das waren 2,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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