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    Home»Nachrichten»Jeden Tag ein Übergriff auf Muslime in Deutschland

    Jeden Tag ein Übergriff auf Muslime in Deutschland - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion02.12.20↻ 15.11.21
    Frau mit Burka, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Frau mit Burka, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - In Deutschland gibt es rein rechnerisch jeden Tag einen Übergriff auf Muslime und Moscheen - auch wenn die Zahl dieser islamfeindlichen Straftaten zuletzt gesunken ist. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor, über welche die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet. Im dritten Quartal verzeichneten die Behörden demnach bundesweit nach vorläufigen Zahlen 144 Übergriffe auf Muslime, Moscheen und andere muslimische Einrichtungen.

    Das waren deutlich weniger Taten als im ersten Quartal mit 275 und im zweiten Quartal mit 213 Vorfällen. Verletzt wurden im dritten Quartal zwölf Menschen. Die endgültigen Zahlen dürften laut Linksfraktion durch Nachmeldungen noch steigen. 15 Taten richteten sich gegen Moscheen. Die Behörden verzeichneten unter anderem Volksverhetzung, Beleidigungen, Beschimpfungen, Störung der Religionsausübung und Sachbeschädigung. Die Linken sehen keinen Anlass dafür, Entwarnung zu geben, denn die politisch motivierte Kriminalität nehme - auch wegen der zunehmenden Polarisierung der Gesellschaft - zu. Im Gesamtjahr 2019 wurden laut Polizeistatistik zur politisch motivierten Kriminalität bundesweit 950 Delikte verzeichnet, das entsprach einem Plus von 4,4 Prozent. Dabei stammten etwa neun von zehn Tätern aus dem rechten Spektrum. Oft zeige sich der Fremdenhass in vielerlei Diskriminierung, sagte die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Ulla Jelpke, der NOZ. "Vorurteile und Hass auf Muslime haben viele Gesichter." Dazu gehöre auch, dass Muslime auf der Straße beschimpft oder Kopftuch tragende Frauen bei der Jobsuche benachteiligt würden. Jelpke verwies auf eine hohe Dunkelziffer: "Die gemeldeten Straftaten sind erfahrungsgemäß nur die Spitze des Eisbergs." Viele Betroffene würden aus Scheu oder Skepsis gar nicht erst zur Polizei gehen.

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