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    Home»Nachrichten»Kaeser: Siemens tritt gegen Rechtsradikalismus ein

    Kaeser: Siemens tritt gegen Rechtsradikalismus ein - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion13.02.20↻ 17.11.21

    Siemens, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Siemens, über dts Nachrichtenagentur

    München (dts Nachrichtenagentur) - Siemens-Chef Joe Kaeser sieht in seinem Unternehmen mit mehr als 380.000 Mitarbeitern keine rechten Tendenzen. "Und wir treten entschieden dagegen ein", sagte er dem "Handelsblatt". Er verwies auf seinen Tweet zur AfD, in dem er als Antwort auf eine umstrittene Rede der AfD-Fraktionschefin im Bundestag, Alice Weidel, schrieb: "Lieber Kopftuchmädchen als Bund Deutscher Mädel".

    Aus Sicht Kaesers war das ein "Tweet gegen eine Abgeordnete des Deutschen Bundestages, die in schrillen Tönen eine ausgrenzende, diffamierende und diskriminierende Rede hielt". Der Bundesadler als Synonym für Deutschland sei immer im TV-Bild zu sehen gewesen. "Das kann im Ausland eine fatale Wirkung haben. Man muss sich dann nicht wundern, wenn sich viele Menschen weltweit fragen: Was ist da in Deutschland los und viele ungute Erinnerungen hochkommen." Deshalb habe er sich in die Diskussion eingeschaltet. "Es wäre falsch gewesen, einfach zu schweigen", sagte Kaeser. Der Siemens-Chef äußerte sich ausführlich über die Gründe für sein Engagement gegen Rechtsradikalismus und Fremdenfeindlichkeit. Im "Handelsblatt" begründete er dies auch mit der eigenen Familiengeschichte. "Mein Onkel wurde von den Nazis nach Dachau verschleppt und in Mauthausen ermordet, weil er nicht mitmachen wollte", so Kaeser. Seine Großmutter habe das nie richtig verwunden und sich ein Leben lang Vorwürfe gemacht. "Da lag immer ein Schleier von Traurigkeit über ihr. Das kann ich nicht ausblenden." Kaeser hatte sich zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 75 Jahren mit dem Schild "#WeRemember" ablichten lassen. Er habe vor Kurzem in einer TV-Dokumentation eine Zeitzeugin des Nationalsozialismus gehört. "Die sagte, ihre größte Sorge sei, dass so etwas wieder in Deutschland passieren könne – Antisemitismus, Rassismus, Völkermord. Das hat mich tief bewegt."

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