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    Krankenkassen stecken mehr Geld in Gesundheitsförderung - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion28.11.19↻ 24.12.22

    AOK, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: AOK, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr gut 544 Millionen Euro für Gesundheitsförderung ausgegeben und damit fast 8,5 Millionen Versicherte unterstützt. Das geht aus dem Präventionsbericht 2019 des GKV-Spitzenverbandes hervor, der an diesem Donnerstag veröffentlicht werden soll und über den die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet. Gegenüber 2017 stiegen die Ausgaben für Präventionsmaßnahmen demnach um 24 Millionen Euro an.

    Damit seien im vergangenen Jahr 400.000 Menschen mehr erreicht worden als 2017. Verglichen mit den Gesamtausgaben der Kassen von 226,2 Milliarden Euro seien vergangenes Jahr indes lediglich 0,24 Prozent der Beiträge verwendet worden, um die Versicherten mit Präventionsmaßnahmen vor Krankheiten zu schützen. Mit 7,49 Euro pro Person sei die Präventionsvorgabe für die Kassen von 7,34 Euro pro Jahr und Versicherten 2018 leicht übertroffen worden, heißt es in dem 142-seitigen Bericht.

    Die Zahlen machten deutlich, dass sich die Krankenkassen "mit Überzeugung" für Prävention engagierten, sagte Gernot Kiefer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Damit Vorbeugung wirklich nachhaltig und durchgreifend gelinge, müssten die Kommunen aber mehr "gesundheitsfördernde Strukturen schaffen". Die Ausgaben bei der Prävention in Betrieben seien gegenüber 2017 um acht Prozent auf 172 Millionen Euro gestiegen, heißt es in dem Präventionsbericht weiter. 2018 seien 2,2 Millionen Beschäftigte in knapp 20.000 Unternehmen erreicht worden.

    Das seien elf Prozent mehr Betriebe und 16 Prozent mehr Beschäftigte als 2017 gewesen. Auch Maßnahmen in Kitas, Schulen und Brennpunkt-Gegenden seien ausgeweitet worden. Die Aufwendungen hierfür hätten bei 158 Millionen Euro gelegen. Davon hätten 4,6 Millionen Menschen profitiert, vier Prozent mehr als 2017, heißt es in dem GKV-Bericht. Im Fokus habe die Förderung von Bewegung, gesunder Ernährung und psychischer Gesundheit gelegen. Negativ sei die Entwicklung bei Schülern: So seien an Haupt-, Förder- und Berufsschulen 2012 noch 273.000 Kinder und Jugendliche mit Vorbeuge-Maßnahmen erreicht worden.

    Im vergangenen Jahr sei die Zahl auf 193.362 gesunken. Gegenüber 2017 sei dies ein Minus von 16 Prozent gewesen. Zudem gebe es nur an jeder achten dieser Schulen dauerhafte Präventionsvorkehrungen, heißt es in dem Präventionsbericht weiter. Prävention in Pflegeeinrichtungen wird seit 2016 von den Pflegekassen finanziert. Inzwischen setzten 1.280 Pflegeheime entsprechende Förderaktivitäten (Ernährung, körperliche Aktivität, Vorbeugung von Gewalt) um und erreichten damit 55.370 Pflegebedürftige.

    Die Ausgaben für diesen Bereich seien 2018 gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf 9,9 Millionen Euro angestiegen, heißt es in dem GKV-Bericht. "Die Prävention in Pflegeeinrichtungen fängt an, sich zu etablieren", sagte Peter Pick, Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes des GKV, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er rief die Heime aber auf, sich stärker zu engagieren.

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