Close Menu
naanoo.comnaanoo.com
    naanoo.comnaanoo.com
    • News
    • Lifestyle
    • Technik
    • Style
    • Gesundheit
    • Finanzen
    • Reise
    • Sport
    • A-Z
    naanoo.comnaanoo.com
    Home»Nachrichten»Kritik an Schäuble-Vorstoß zu Verfassungsänderung für Notparlament

    Kritik an Schäuble-Vorstoß zu Verfassungsänderung für Notparlament - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion04.04.20↻ 16.11.21

    Ausgabe des Grundgesetzes in einer Bibliothek, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Ausgabe des Grundgesetzes in einer Bibliothek, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) stößt mit seiner jüngsten Anregung für eine Verfassungsänderung zur Schaffung eines Notparlaments auf einhellige Ablehnung der Fraktionen - sowohl jene der Opposition als auch jene der Regierung. "In Krisenzeiten Hand an das Grundgesetz zu legen, werden wir als Linke nicht unterstützen. Die Handlungsfähigkeit des Parlaments ist gegeben, die demokratische Opposition hat großzügige Kompromissbereitschaft gezeigt. Solche Vorschläge verunsichern die Bevölkerung eher, als dass sie zur Beruhigung beitragen", sagte der Vorsitzende der Linken-Bundestagsfraktion, Dietmar Bartsch, den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland".

    Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, äußerte sich ähnlich: "Ich halte eine Verfassungsänderung jetzt nicht für richtig. Das muss man vernünftig abwägen und mit Experten diskutieren, statt sie unter dem Stress der Krise übers Knie zu brechen. Dann wäre die Gefahr von Fehlern zu groß", so der FDP-Politiker. Es spreche im Übrigen nichts dagegen, dass das Parlament moderner und digitaler werde. Ein Notparlament sei "auch deshalb nicht nötig, weil wir als Parlamentarier wissen, was die Stunde geschlagen hat. Wir gehen damit sehr reif, vernünftig und geschlossen um", sagte Buschmann. In einem Notparlament würden die Beschlüsse zudem nicht besser, "weil es in ihm weniger Abgeordnete und damit auch weniger fachliche Expertise gäbe. Wir wären dann auf Gedeih und Verderb den Rezepten der Regierung ausgeliefert", so der FDP-Politiker weiter. "Die letzte Sitzungswoche hat gezeigt, dass das Parlament auch unter schwierigen Bedingungen arbeitsfähig ist. In Krisenzeiten kurzerhand so tiefgreifende Veränderungen unserer parlamentarischen Arbeit und Demokratie auf den Weg bringen zu wollen, halte ich für falsch", sagte die Geschäftsführerin der Grünen-Bundestagsfraktion, Britta Haßelman, den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland". Das Parlament lebe von der öffentlichen Debatte, von Rede und Gegenrede, von Transparenz und Nachvollziehbarkeit schwieriger Entscheidungen und von Anwesenheit der Abgeordneten. Das müsse so bleiben, so die Grünen-Politikerin weiter. Vertreter der Großen Koalition äußerten sich ebenfalls ablehnend: "Wir sind als Erste Parlamentarische Geschäftsführer aller Fraktionen dauerhaft im Gespräch mit dem Bundestagspräsidenten und werden das auch bleiben. Wir sind uns als Fraktionen im Übrigen einig darin, dass wir jetzt keine Grundgesetzänderung durchführen, aber dass wir über Fraktionsgrenzen hinweg alles dafür tun müssen, dass das Parlament handlungsfähig bleibt", sagte Michael Grosse-Brömer (CDU), Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland". Man könne dies "auch unter den Bedingungen einer Corona-Pandemie gewährleisten", so der CDU-Politiker weiter. Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, hob hervor: "Wir sind arbeits- und beschlussfähig. Auf die Schnelle mache ich so einen Eingriff in das Verfassungsgefüge nicht mit." Schäuble hatte laut eines Berichts der "Süddeutschen Zeitung" alle Fraktionsvorsitzenden angeschrieben, um über die Möglichkeit von virtuellen Bundestagssitzungen oder die Schaffung eines kleinen Notparlaments zu reden. "Wir müssen alles daransetzen, die parlamentarische Demokratie nicht außer Kraft zu setzen", sagte der Bundestagspräsident der Zeitung. Deshalb seien jetzt "alle Überlegungen zur Abhilfe erwünscht, nur keine Überlegungen anzustellen wäre falsch". In seinem Schreiben an die Fraktionschefs heißt es der Zeitung zufolge, falls bei ihnen Interesse bestehe, über virtuelle Plenarsitzungen zu reden, sei er gerne bereit, gleich in der nächsten Sitzungswoche zu einer Besprechung darüber einzuladen. Bei der Diskussion über ein Notparlament geht es darum, für die Coronakrise ins Grundgesetz eine ähnliche Regelung aufzunehmen, wie sie bereits für den Verteidigungsfall in der Verfassung steht. Vorgesehen ist ein "Gemeinsamer Ausschuss" von Bundestag und Bundesrat, wenn das Parlament nicht rechtzeitig zusammentreten kann. Der Ausschuss besteht nach Artikel 53a aus 48 Mitgliedern. Davon sind zwei Drittel Abgeordnete des Bundestages und ein Drittel Mitglieder des Bundesrates. Eine entsprechende Grundgesetzänderung war bereits vor der Bundestagssitzung im März diskutiert, im Kreis der Parlamentarischen Geschäftsführer der Fraktionen aber mit Skepsis aufgenommen worden. In der Märzsitzung senkte der Bundestag stattdessen die Hürde für die Beschlussfähigkeit. Diese ist jetzt gegeben, wenn mehr als ein Viertel der Abgeordneten anwesend ist. Vorher war mehr als die Hälfte nötig.

    Anzeige

    Share. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn WhatsApp Reddit E-Mail
    Vorheriger ArtikelRonald Zehrfeld: Gelebte Solidarität in Coronakrise macht mir Mut
    Nächster Artikel NRW: Niedergelassene Ärzte kritisieren Epidemiegesetz scharf
    Avatar-Foto
    News Redaktion
    • Website

    Die unabhängige News-Redaktion filtert die Nachrichten des Tages, ordnet Hintergründe ein und verschafft wichtigen Themen die nötige Aufmerksamkeit. Wir arbeiten frei von Einflüssen Dritter – ohne Konzern-Beteiligung, Fördermittel und Kredite. - mehr

    MEHR ZUM THEMA
    Gewinnzahlen Eurojackpot vom Dienstag (22.09.2026)
    1 min
    Quecksilberverdacht in DHL-Depot in Mecklenburg-Vorpommern
    1 min
    Emotionale Debatte bei Unionsfraktionssitzung
    1 min
    Lauterbach stellt sich hinter Merz
    1 min
    Trump unterzeichnet Sicherheitsabkommen mit Grönland und Dänemark
    1 min
    Dax kaum verändert - Ölpreis unterschreitet 100-Dollar-Marke
    2 min

    Kommentar

    Studien: Keine Anzeichen für Deindustrialisierung in Deutschland
    Kommt die Digitalsteuer für Internetkonzerne schon 2026?
    Ex-CDU-Generalsekretär will Beschlüsse mit der AfD ermöglichen
    Spitzen-Diplomat Ischinger: "Ja, wir waren naiv"
    Rubriken
    Beauty
    Finanzen
    Gesundheit
    Job & Beruf
    Lifestyle
    Reise
    Sport
    Technik
    Unterhaltung
    Themen
    Blog
    Fotografie
    Krankenversicherung
    Personen
    Wissen
    Zitate
    • Über uns
    • Datenschutz
    • Impressum
    SOFTCLICK LABS: naanoo ⨳ Medizin+ ⨳ Localpedia ⨳ Promis+ ⨳ Gameblog ⨳ AI News Pro ⨳ Quickpedia

    Suchbegriff eingeben und ENTER drücken