Künstliche Süßstoffe bedeuten für Diabetiker und für Kalorienbewusste die Teilhabe an der Welt des Süßen. Doch schon Namen wie „Acesulfam“ oder „Saccharin“ suggerieren Chemie und nähren die nie verstummte Angst vor Gesundheitsschäden bis hin zu Krebs. Wissenschaftler der Universität Köln haben nun noch einmal Studien, die zu diesem Thema seit dem Jahr 1966 erschienen sind, gesichtet und geben erneut Entwarnung: Künstliche Süßstoffe erhöhen nicht das Risiko, Krebs zu bekommen. Auch die Bonner Ernährungswissenschaftlerin PD Dr. med. Christine Metzner weist in der Apothekenzeitschrift Diabetiker Ratgeber auf die gründlichen lebensmittelrechtlichen Zulassungsverfahren für diese Substanzen hin. Die in Deutschland erhältlichen Süßstoffe seien deshalb alle sicher. Dr. Mutzner schließt sich allerdings der behördlichen Skepsis gegenüber der in Naturkostkreisen beliebten Zucker-Alternative Stevia an: Es lägen keine ausreichenden Daten über dessen sichere Verwendung vor. Die Europäische Kommission hat Stevia schon im Jahre 2000 die Zulassung verweigert.
Quelle: Apothekenzeitschrift „Diabetiker Ratgeber“
