Immer noch viel Unsicherheit um eine häufige Krankheit
Jeder zehnte Erwachsene hat keinen Blinddarm mehr. Die meisten lassen ihn als Kind oder Jugendlicher im Operationssaal. Trotzdem bleibt die Blinddarmentzündung eine Erkrankung, die auch von erfahrenen Chirurgen nicht immer zweifelsfrei zu erkennen ist, heißt es in dem Apothekenmagazin BABY und die ersten Lebensjahre. Dr. Henning Gies, leitender Arzt der Kinderchirurgie des Berliner St. Josephs-Krankenhauses, empfiehlt, besonders bei Kindern der Ultraschall-Untersuchung größeres Gewicht beizumessen.
Das Ergebnis dieser Diagnose-Technik werde bei der Operation fast immer bestätigt. Bei Erwachsenen dagegen verberge sich der entzündete Wurmfortsatz oft zu tief im Bauch, um vom Ultraschall gesehen werden zu können. Dr. Gies möchte ein Optimierung der Diagnose erreichen und warnt vor der zu schnellen Entscheidung zur OP, weil sie auch mit Risiken belastet sei. Sie könne zu Verwachsungen und bei Mädchen zu Verklebungen der Eileiter führen.
Das Gesundheitsmagazin Baby und die ersten Lebensjahre 1/2004 liegt in vielen Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.
