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    Mobilität in ersten Januarwochen zurückgegangen - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion21.01.21↻ 15.11.21
    Fahrgäste mit Mund-Nasen-Schutz, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Fahrgäste mit Mund-Nasen-Schutz, über dts Nachrichtenagentur

    Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Die durchschnittliche Mobilität in Deutschland ist in den ersten Januarwochen zurückgegangen - vor allem bei Reisen über längere Distanzen. Das zeigen am Donnerstag veröffentlichte Daten des Statistischen Bundesamtes, welches Mobilfunkdaten ausgewertet hatte. Demnach sank die Mobilität in der ersten Kalenderwoche um 19,7 Prozent gegenüber der durchschnittlichen Mobilität im Januar des Vorkrisenjahres 2019. In der zweiten Kalenderwoche fiel der Rückgang mit 14,3 Prozent etwas schwächer aus.

    Besonders stark war der Mobilitätsrückgang bei längeren Distanzen: In der ersten Kalenderwoche wurden 37 Prozent weniger Reisen mit einer Distanz über 30 Kilometer unternommen als im Januar 2019. Dieser Trend setzte sich in der zweiten Kalenderwoche fort: Hier zeigte sich bei Reisen über 30 Kilometer ein Rückgang von 34 Prozent. Dabei waren keine wesentlichen Unterschiede zwischen Kreisen mit einem Sieben-Tage-Inzidenzwert ab 200 und solchen mit einer niedrigeren Sieben-Tage-Inzidenz erkennbar. Weniger stark als bei Reisen über 30 Kilometer war in der ersten Januarhälfte der Rückgang bei kürzeren Reisen zwischen fünf und 30 Kilometern (erste Kalenderwoche: -26 Prozent, zweite Kalenderwoche: -19 Prozent im Vergleich zum Januar 2019) beziehungsweise unter fünf Kilometern (erste Kalenderwoche: -13 Prozent, zweite Kalenderwoche: -9 Prozent). Insgesamt wiesen nur rund fünf Prozent aller erfassten Reisen in den ersten beiden Kalenderwochen eine zurückgelegte Distanz von über 30 Kilometern auf. Etwa 40 Prozent aller Reisen hatten eine Distanz zwischen fünf und 30 Kilometern, und mit rund 55 Prozent war der Großteil der Reisen kürzer als fünf Kilometer. Beim Mobilitätsrückgang insgesamt zeigen sich große Tag-Nacht-Unterschiede: So lag die bundesweite Mobilität tagsüber (6 bis 22 Uhr) in der ersten Kalenderwoche 18,2 Prozent und in der zweiten Kalenderwoche 12,8 Prozent unter dem Referenzwert des Januar 2019. In der Nacht (22 bis 6 Uhr) war der Mobilitätsrückgang mit -34,8 Prozent in der ersten Kalenderwoche und -30,3 Prozent in der zweiten Kalenderwoche besonders stark. Dabei machten nächtliche Reisen insgesamt nur knapp sieben Prozent der gesamten Mobilität aus. Deswegen wirken sich Veränderungen der nächtlichen Bewegungen nur geringfügig auf das Gesamtmobilitätsgeschehen aus. Im Ländervergleich war der nächtliche Mobilitätsrückgang im Durchschnitt beider Wochen (4. bis 17. Januar) in Bayern und Baden-Württemberg am stärksten, so die Statistiker weiter. Dort sank die Zahl der nächtlichen Bewegungen um knapp die Hälfte (-47,4 Prozent beziehungsweise -45,3 Prozent). In beiden Ländern gilt bereits seit Wochen eine nächtliche Ausgangssperre mit dem Ziel, Kontakte und damit Neuinfektionen mit dem Coronavirus zu reduzieren. Tagsüber sank die Mobilität am stärksten in den Stadtstaaten Berlin (-25,3 Prozent) und Hamburg (-23,2 Prozent), wo jeweils etwa ein Viertel weniger Bewegungen zwischen 6 und 22 Uhr stattfanden.

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