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    Home»Nachrichten»Neuer Tiefststand bei Verkehrstoten und Verletzten

    Neuer Tiefststand bei Verkehrstoten und Verletzten - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion07.07.22
    Polizei, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Polizei, über dts Nachrichtenagentur

    Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Im Jahr 2021 sind in Deutschland 2.562 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben gekommen - 5,8 Prozent oder 157 Menschen weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Verletzten ging gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent auf 323.129 zurück, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach endgültigen Ergebnissen am Donnerstag mit. Damit sank die Zahl der Verkehrstoten und Verletzten erneut und erreichte den tiefsten Stand seit mehr als 60 Jahren.

    Im Durchschnitt wurden etwa 6.300 Verkehrsunfälle pro Tag polizeilich erfasst. Dabei wurden jeden Tag 885 Menschen verletzt und sieben Menschen getötet. Die Polizei zählte 2021 insgesamt 2,3 Millionen Verkehrsunfälle auf deutschen Straßen. Das waren 3,1 Prozent mehr als 2020. Die Zahl der Unfälle lag aber weiterhin deutlich unter dem Vor-Pandemie-Niveau (2019: 2,7 Millionen Unfälle insgesamt, darunter 300.000 Unfälle mit Personenschaden). Bei knapp 90 Prozent der Unfälle blieb es bei Sachschaden. Bei elf Prozent der Unfälle wurden Menschen getötet oder verletzt. Die Zahl der Sachschadensunfälle stieg gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent auf knapp 2,1 Millionen. Dagegen ging die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um 2,1 Prozent auf knapp 260.000 zurück. Das Unfallgeschehen 2021 war erneut durch die Corona-Pandemie geprägt. Nach ersten Schätzungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) wurden - wie schon 2020 - auf deutschen Straßen deutlich weniger Kilometer zurückgelegt als vor der Pandemie. Die meisten Unfälle mit Personenschaden ereigneten sich auch 2021 mit 68 Prozent innerhalb von Ortschaften, 25 Prozent auf Landstraßen und sechs Prozent auf Autobahnen. Allerdings haben Unfälle auf Straßen außerhalb von Ortschaften unter anderem wegen der höheren Fahrgeschwindigkeiten oft schwerere Folgen als auf Straßen innerorts. Auf Landstraßen kommen weitere Risikofaktoren wie die fehlende Trennung zum Gegenverkehr, schlechte Überholmöglichkeiten oder ungeschützte Hindernisse wie Bäume neben der Fahrbahn hinzu. Innerorts kamen 29 Prozent der bei Unfällen im Straßenverkehr Getöteten ums Leben, auf Landstraßen waren es 59 Prozent und auf Autobahnen zwölf Prozent. Innerorts ist die Zahl der Unfälle mit Personenschaden 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent auf etwa 177.000 Unfälle zurückgegangen, auf Landstraßen dagegen kaum (-0,3 Prozent auf 65.600 Unfälle mit Personenschaden). Demgegenüber ist die Zahl der Autobahnunfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, um 7,7 Prozent auf 16.400 Unfälle angestiegen. 746 Menschen wurden 2021 bei Verkehrsunfällen innerorts getötet. Das waren 7,9 Prozent oder 64 Personen weniger als 2020. Auf Landstraßen kamen 1.498 Menschen ums Leben (-5,9 Prozent oder 94 Personen weniger), auf Autobahnen 318 (eine Person mehr). 1.118 Personen kamen im Jahr 2021 in einem Pkw ums Leben, so die Statistiker weiter. Das waren 43,6 Prozent aller Verkehrstoten. 529 Menschen verunglückten auf einem Kraftrad wie Mofa, Motorrad und -roller tödlich (20,6 Prozent aller Verkehrstoten), 372 mit dem Fahrrad (14,5 Prozent) und 343 zu Fuß (13,4 Prozent). Gegenüber 2020 ist die Zahl der Verkehrstoten insbesondere bei den Fahrradfahrern mit 12,7 Prozent und Fußgängern mit 8,8 Prozent überdurchschnittlich zurückgegangen. Bei Menschen, die mit einem Pkw oder auf einem Kraftrad ums Leben kamen, fielen die Rückgänge mit 4,4 Prozent beziehungsweise 4,2 Prozent deutlich geringer aus.

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