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    Home»Nachrichten»NRW: Falsche Polizisten erbeuten 11,2 Millionen Euro

    NRW: Falsche Polizisten erbeuten 11,2 Millionen Euro - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion16.01.20↻ 17.11.21
    Foto: Polizeiauto (Archiv), über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Polizeiauto (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

    Falsche Polizisten haben in Nordrhein-Westfalen in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres rund 11,2 Millionen Euro erbeutet.

    Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Bei der Betrugsmasche "falscher Polizist und Amtsträger" habe man 284 vollendete Straftaten gezählt, teilte das Landeskriminalamt (LKA) der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe) mit. Trotz umfangreicher Präventionsmaßnahmen der Polizei nahmen die Zahlen damit im Jahr 2019 nicht ab.

    Hohe Zahlen beim "Enkeltrick"

    Zum Vergleich: Für das gesamte Jahr 2018 wurden in NRW 289 Vollendungen mit einem Sachschaden von rund 12,4 Millionen Euro registriert. "Und man muss leider sagen, dass das nur das sogenannte Hellfeld ist, also die Fälle, die der Polizei bekannt sind", sagte ein LKA-Sprecher. Experten schätzen, dass die Dunkelziffer mindestens genauso hoch sein dürfte. Gleichbleibend hoch sind auch die Zahlen beim sogenannten Enkeltrick. Bis zum 30. September 2019 gab es in NRW 160 Betrugsopfer, die um rund 2,4 Millionen Euro gebracht wurden. Im gesamten Jahr 2018 waren es 210 Opfer und rund drei Millionen Euro Schaden.

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    "Die bei der Polizei angezeigten Fälle beantragten 2018 insgesamt 2.824 Sachverhalte, aufgeteilt in 2.614 Versuche und die 210 Vollendungen", so der LKA-Sprecher weiter. "Und leider sind fast ausschließlich Senioren die Opfer." Zum Beispiel brachte ein Betrüger am 20. Dezember 2019 einen Rentner in Dortmund um 41.000 Euro. Der Unbekannte hatte sich am Telefon als Enkel in einer Notsituation ausgegeben. Die Deutsche Polizeigewerkschaft in NRW will daher Banken mehr in die Pflicht nehmen.

    "Die Summen, um die es geht, sind so hoch, dass sie am Schalter und nicht am Automaten abgehoben werden müssen", sagte deren Vorsitzender Erich Rettinghaus. "Die Bankmitarbeiter sollten so geschult sein, dass sie bei jedem ungewöhnlichen Geldabholwunsch den Kunden in Gespräche verwickeln, um herauszubekommen, wofür das Geld bestimmt ist", so der Vorsitzende der Deutsche Polizeigewerkschaft in NRW.

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