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    Home»Nachrichten»Corona»Patientenschützer warnen vor möglicher Triage in Krankenhäusern

    Patientenschützer warnen vor möglicher Triage in Krankenhäusern - Corona

    News RedaktionNews Redaktion17.12.20↻ 15.11.21
    Krankenhausflur, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Krankenhausflur, über dts Nachrichtenagentur

    Angesichts knapper werdender Beatmungsplätze auf den Intensivstationen deutscher Krankenhäuser warnen Patientenschützer eindringlich davor, die Behandlung von Covid-19-Erkrankten von deren Überlebenschancen abhängig zu machen.

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - "Hierzulande gilt das Prinzip, dass dem kränkesten Patienten als erstes geholfen wird", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Anders verhalte es sich bei der so genannten Triage, "sie stellt das ethische Prinzip auf den Kopf".

    Bisher keine Triage

    Bei der Triage werde "erst demjenigen geholfen, dessen Überlebensaussichten besser sind", sagte Brysch. Deutsche Mediziner müssten dieses Verfahren bisher nicht anwenden, da es "ausreichend medizinische Ressourcen für alle Schwerstkranken" gebe. Trotz der sehr unterschiedlichen, regionalen Corona-Lage stünden "in jedem Bundesland freie Intensivplätze" zur Verfügung. "Die Situation ist ernst, aber Vorsicht vor Alarmismus", mahnte der Patientenschützer. Selbst wenn in einer Stadt "die Intensivbetten komplett belegt sind, gibt es aktuell keinen Grund, Menschen unversorgt sterben zu lassen".

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    Ein intensivmedizinischer Transport per Hubschrauber oder Rettungswagen müsse eine solche Situation verhindern. Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum, sieht die Kliniken in Deutschland weit davon entfernt, Triage-Diskussionen führen zu müssen. Noch gebe es Reserven, sagte Baum den Funke-Blättern. "Bis rein rechnerisch alle Kapazitäten aufgebraucht sind, müsste sich die Zahl der aktiven Infektionen verdoppeln", sagte Baum.

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