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    Home»Nachrichten»Prognos für stufenweises Wiederanfahren der Wirtschaft nach Kontaktsperre

    Prognos für stufenweises Wiederanfahren der Wirtschaft nach Kontaktsperre - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion31.03.20↻ 16.11.21

    Stahlproduktion, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Stahlproduktion, über dts Nachrichtenagentur

    München (dts Nachrichtenagentur) - Das Beratungsunternehmen Prognos fordert, Automobilwerke nach einer Lockerung der Corona-Kontaktsperren schnell wieder hochzufahren. "Gesundheit hat Priorität", sagte Michael Böhmer, Chefökonom bei Prognos, den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Mittwochsausgaben). Den Unternehmen müsse jedoch ermöglicht werden, sich den gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen anzupassen.

    Konkret bedeute dies auch, dass Kontaktsperren und andere Einschränkungen "nicht mit derselben Dringlichkeit auf einen Schlag alle gleichzeitig wegfallen müssen", so der Prognos-Chefökonom weiter. Priorität müssten Knotenpunkte haben, die für die Volkswirtschaft besonders wichtig seien. Als Beispiel nannte der Ökonom Automobilwerke: "Da gibt es sehr viele vor- und nachgelagerte Bereiche. Deshalb sollten wir auch zusehen, das gesamte verarbeitende Gewerbe schnell hochzufahren", sagte Böhmer. Die Autobauer hierzulande haben die Produktion in allen Fabriken von Mitte März an vorübergehend eingestellt. Der Prognos-Chefökonom sieht zudem die Möglichkeit, die Nachfrage dort zügig zu aktivieren, wo nur wenige Menschen zusammenkommen - etwa durch kleinere Hotels und kleine gastronomische Betriebe. Er kritisierte die zahlreichen Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung, die in den vergangenen Tagen publik gemacht wurden. "Ob ich jetzt sage, minus eins, minus fünf oder minus 20 Prozent Wirtschaftsleistung spielt keine Rolle", so Böhmer. Solche Prognosen seien derzeit "nicht handlungsleitend", da es an verlässlichen Daten für quantitative Vorhersagen fehle. "Wir haben noch nie gesehen, dass ganze Branchen auf null gefahren werden, wie die Gastronomie", so der Prognos-Chefökonom weiter. Die aktuellen Prognosen und Szenarien, spiegelten letztlich nur die Annahmen wider, "die vorne ins Modell hineingesteckt wurden", sagte Böhmer den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland".

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