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    Risiko von Hirnthrombosen nach Astrazeneca-Impfung auch bei Älteren - Corona

    News RedaktionNews Redaktion05.05.21↻ 15.11.21
    Impfzentrum, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Impfzentrum, über dts Nachrichtenagentur

    Laut einer aktuellen Studie unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) gibt es Hinweise darauf, dass das Risiko von Hirnvenenthrombosen nach einer Astrazeneca-Impfung nicht nur bei Menschen unter 60 Jahren erhöht ist, sondern auch bei Frauen, die 60 oder älter sind.

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Arbeit wurde noch nicht von anderen Forschern begutachtet, sondern bislang nur als sogenanntes Preprint veröffentlicht, schreibt der "Spiegel". Der Auswertung zufolge, für die neurologische Abteilungen und Kliniken in ganz Deutschland befragt wurden, war die Rate von Hirnvenenthrombosen nach einer Astrazeneca-Impfung mehr als neunmal höher als nach einer Impfung mit einem RNA-Impfstoff (Biontech oder Moderna).

    45 Fälle gemeldet

    Die Rate war bei Frauen im Vergleich zu Männern mehr als dreimal erhöht. Die Ereignisse sind aber insgesamt sehr selten. Die Kliniken meldeten insgesamt 45 Fälle von Hirnvenenthrombosen, die sich in einem Zeitraum von 31 Tagen nach einer Impfung ereigneten. Dazu kam 17 Fälle, in denen Betroffene unter anderem Schlaganfälle oder Hirnblutungen erlitten. Die Studienautoren hoffen, dass sich das für Impfstoffe zuständige Paul-Ehrlich-Institut und die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Arbeit zeitnah ansehen.

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    "Ob dies zu einer Änderung der Impf-Empfehlungen führt, sollte mit den vorliegenden Daten in einer Risiko-Nutzen-Analyse schnell bewertet werden", sagte Tobias Kurth, Direktor des Instituts für Public Health an der Charité-Universitätsmedizin, der die Daten ausgewertet hat. Aktuell wird der Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca in Deutschland für Menschen ab 60 Jahren empfohlen, Jüngere können sich nach Rücksprache aber auch für ihn entscheiden.

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