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    Home»Nachrichten»Siemens-Chef gegen Gehaltsverzicht von Vorständen in Coronakrise

    Siemens-Chef gegen Gehaltsverzicht von Vorständen in Coronakrise - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion19.04.20↻ 16.11.21

    Siemens, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Siemens, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Siemens-Chef Joe Kaeser lehnt einen Gehaltsverzicht von Unternehmensvorständen in der Coronakrise ab. "Geringere Vorstandsgehälter vergrößern doch nur den Gewinn des Unternehmens und davon profitiert nur eine Interessengruppe", sagte Kaeser dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Montagsausgaben). Der Siemens-Vorstand wolle dagegen den Betroffenen der Pandemie helfen.

    "Deshalb haben wir uns für einen Hilfsfonds entschieden, der die Bedürfnisse der allermeisten Stakeholder adressiert", so Kaeser weiter. Mit dem Hilfsfonds wolle Siemens die Folgen der Pandemie für Gesundheitseinrichtungen und Betroffene mit Sachspenden abfedern und Testkapazitäten erhöhen, sagte der Vorstandsvorsitzende. "Siemens begreift sich als Teil der Gesellschaft und deshalb ist es uns auch sehr wichtig, dass wir in dieser Krise unseren Beitrag leisten ohne die unternehmerischen Interessen zu vernachlässigen", so Kaeser. Mitarbeiter seien zu Spenden aufgerufen, die der Konzern verdoppele. "Alles ist natürlich freiwillig und soll nur diejenigen ansprechen, die in dieser historischen Krise helfen wollen und können", sagte Kaeser. "Der gesamte Vorstand unterstützt das Projekt. Jeder zahlt einen erheblichen Betrag in den Hilfsfonds ein." Der Hilfsfonds sei Teil eines größeren Programms, mit dem Siemens Betroffenen der Coronakrise weltweit helfen wolle, so der Siemens-Chef. "Beispielsweise organisieren wir seit einigen Wochen bereits Schutzmasken für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Und wir helfen den Herstellern von Atemmasken bei der Beschleunigung des Hochlaufs der Produktion. Wir machen unsere 3D-Druckplattformen zugänglich und ermöglichen unseren medizinisch ausgebildeten Mitarbeitern auf freiwilliger Basis und bei Fortzahlung ihres Lohns, in Gesundheitseinrichtungen mitzuarbeiten", so Kaeser.

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