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    Statistiker bestätigen Inflationsrate in Höhe von 4,5 Prozent - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion10.11.21↻ 02.12.21
    Butter in einem Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Butter in einem Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur

    Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Das Statistische Bundesamt hat die bereits Ende Oktober veröffentlichten vorläufigen Inflationsdaten allesamt bestätigt. Die Preise erhöhten sich um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und um 0,5 Prozent gegenüber September. Nach EU-Standards, dem sogenannten "harmonisierten Verbraucherpreisindex" kletterten die Preise um 4,6 Prozent.

    Als Gründe für die höchste Inflationsrate seit 1993 nennen die Statistiker Basiseffekte durch niedrige Preise im Jahr 2020. Insbesondere die temporäre Senkung der Mehrwertsteuersätze im 2. Halbjahr 2020 und der Preisverfall der Mineralölprodukte im Vorjahr wirkten sich erhöhend auf die aktuelle Gesamtteuerung aus, so das Bundesamt. "Zusätzlich wirken zunehmend krisenbedingte Effekte, wie Lieferengpässe und die deutlichen Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen, die sich ebenfalls im Verbraucherpreisindex niederschlagen", heißt es in der Analyse. Die Preise für Waren insgesamt erhöhten sich von Oktober 2020 bis Oktober 2021 überdurchschnittlich um 7,0 Prozent. Vor allem die Preise für Energieprodukte lagen mit +18,6 Prozent deutlich über der Gesamtteuerung. "Die Teuerungsrate für Energie hat sich den vierten Monat in Folge erhöht. Wesentlich dafür waren die Basiseffekte, da wir die aktuellen Preise mit den sehr niedrigen Preisen des Vorjahres vergleichen. Gleichzeitig wirkten sich die zu Jahresbeginn eingeführte CO2-Abgabe und die erneut gestiegenen Rohölpreise auf dem Weltmarkt erhöhend auf die Teuerungsrate der Energieprodukte aus", sagte Christoph-Martin Mai, Leiter des Referats "Verbraucherpreise" im Statistischen Bundesamt. Mit +101,1 Prozent verdoppelten sich die Preise für Heizöl binnen Jahresfrist, ferner wurden die Kraftstoffe merklich teurer (+35,0 Prozent). Auch die Preise für Erdgas (+7,4 Prozent) und Strom (+2,5 Prozent) erhöhten sich. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im Oktober 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,4 Prozent. Spürbar teurer für die Verbraucher wurden zum Beispiel Molkereiprodukte und Eier (+6,0 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (+5,0 Prozent). Insgesamt verteuerten sich die Verbrauchsgüter um 8,7 Prozent. Auch die Preise für Gebrauchsgüter erhöhten sich (+3,7 Prozent, darunter Fahrzeuge: +7,2 Prozent; Möbel und Leuchten: +5,0 Prozent). Die Preiserhöhungen bei Energie und bei Nahrungsmitteln gegenüber dem Vorjahresmonat wirkten sich deutlich auf die Inflationsrate aus: Ohne Berücksichtigung der Energie hätte die Inflationsrate im Oktober 2021 bei +3,1 Prozent gelegen, ohne beide Güterbereiche bei +2,9 Prozent. Die Preise für Dienstleistungen insgesamt lagen im Oktober 2021 um 2,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die aufgrund des großen Anteils an den Konsumausgaben der privaten Haushalte bedeutsamen Nettokaltmieten verteuerten sich allerdings "nur" um 1,4 Prozent. Deutlicher erhöhten sich unter anderem die Preise für Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+5,5 Prozent), Leistungen sozialer Einrichtungen (+4,7 Prozent) sowie für Gaststättendienstleistungen (+3,8 Prozent). Im Vergleich zum September 2021 stieg der Verbraucherpreisindex im Oktober 2021 um 0,5 Prozent. Vor allem erhöhten sich die Preise für Energieprodukte insgesamt um 4,0 Prozent. Auffällig stark war der Preisanstieg bei Heizöl mit +17,5 Prozent. Auch Kraftstoffe wurden mit +5,8 Prozent spürbar teurer. Die Preise für Nahrungsmittel insgesamt blieben im Vergleich zum Vormonat nahezu unverändert (-0,1 Prozent, darunter frisches Gemüse: -2,7 Prozent, aber Kaffee: +1,1 Prozent). Die Preise für Pauschalreisen gingen vor allem saisonbedingt um 4,7 Prozent zurück.

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