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    Home»Nachrichten»Studie: Personalmangel im öffentlichen Dienst durch Vollzeit lösbar

    Studie: Personalmangel im öffentlichen Dienst durch Vollzeit lösbar - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion01.09.26
    Rathaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
    Foto: Rathaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

    Köln (dts Nachrichtenagentur) - Der Personalmangel im öffentlichen Dienst könnte offenbar nahezu vollständig durch eine Erhöhung der Vollzeitarbeit ausgeglichen werden. Das ergab eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) auf Basis der Personalstatistik des Statistischen Bundesamts.

    Würden alle Teilzeitbeschäftigten in Bund, Ländern und Kommunen auf Vollzeit wechseln, könnten demnach 634.000 zusätzliche Vollzeitäquivalente entstehen. Der Beamtenbund schätzt den Personalmangel im Staatsdienst auf 631.000 Stellen.

    Es sei jedoch unwahrscheinlich, dass alle Staatsbediensteten tatsächlich aufstocken, so das IW. Würden jedoch alle Bundesländer das Arbeitszeitniveau von Sachsen-Anhalt erreichen - dem Bundesland mit der höchsten durchschnittlichen Arbeitszeit im öffentlichen Dienst - könnten immer noch knapp 300.000 Vollzeitstellen hinzukommen.

    Besonders in Kitas und Schulen sei der Bedarf groß. Dort sei der Fachkräftemangel besonders ausgeprägt, während viele Beschäftigte in Teilzeit arbeiteten. Würden alle Teilzeitkräfte in Kitas auf Vollzeit aufstocken, könnte das Arbeitsvolumen laut Studie um 25 Prozent steigen, was fast 55.000 zusätzlichen Erzieherstellen entspräche. In Schulen wären es knapp 20 Prozent oder 153.000 Vollzeitstellen für Lehrkräfte.

    In den Bundesländern mit der höchsten Kaufkraft sind auch die Reserven durch Teilzeitarbeit besonders groß. So könnte das Arbeitsvolumen im öffentlichen Dienst in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz um 19 bis 21 Prozent steigen. In Niedersachsen und Schleswig-Holstein liegt das Potenzial mit knapp 16 Prozent noch leicht über dem Bundesdurchschnitt. In den neuen Bundesländern ist die Reserve kleiner: In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern beträgt sie nur rund acht Prozent. Das liegt auch daran, dass die Kinderbetreuung im Osten traditionell besser ausgebaut ist und mehr Frauen arbeiten.

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